Bundesparteitag

Neue Liberale sehen die AfD als politischen Gegner

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Die aus der Hamburger FDP hervorgegangenen Neuen Liberalen versuchten sich im Bürgerhaus Wilhelmsburg eine Struktur zu geben. Viel Zeit verbrachten sie mit einer Diskussion über ihre Satzung.

Hamburg. Die Neuen Liberalen sehen nicht ihre alte Heimat FDP, sondern vor allem die Alternative für Deutschland (AfD) als ihren politischen Gegner.

„Da gibt es ganz eindeutig eine Partei in der politischen Landschaft, die sich auch als liberal bezeichnet, die aber genau das Gegenteil von dem als Politik versucht umzusetzen“, was die Neuen Liberalen repräsentierten, sagte Gründungsvorstand Najib Karim am Sonntag auf dem Gründungsparteitag der Neuen Liberalen in Hamburg. „Das ist die Alternative für Deutschland.“ Gegen sie müssten sich die neue Neuen Liberalen eindeutig positionieren.

Die aus der Hamburger FDP hervorgegangenen Neuen Liberalen versuchten sich seit dem Morgen auf ihrem ersten Bundesparteitag im Bürgerhaus Wilhelmsburg eine Struktur zu geben. Viel Zeit verbrachten sie dabei mit einer Diskussion über ihre Satzung, die eine größtmögliche Freiheit zulassen soll. Im Anschluss wollten die rund 150 der bundesweit etwa 250 Parteimitglieder erstmals einen ordentlichen Vorstand wählen. Die neue Partei fühlt sich sozialliberalen Traditionen verbunden, ist für eine Abkehr vom Marktradikalismus. Ob die Partei 2015 bei den Bürgerschaftswahlen in Hamburg und Bremen in Konkurrenz zur FDP antritt, steht noch nicht fest.

Bundesweit droht die FDP unterdessen in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der „Bild am Sonntag“ zufolge liegen die Liberalen nur noch bei zwei Prozent – ein Prozentpunkt weniger als in der vorangegangenen Befragung. Das sei der schlechteste Wert, den die FDP je hatte. Die Werte der anderen Parteien blieben dagegen unverändert. Die Union käme auf 40 Prozent, die SPD auf 25, die Linkspartei auf 10, die Grünen auf 9 und die AfD auf 8 Prozent. Emnid befragte laut „Bild am Sonntag“ zwischen dem 8. und 24. September 2760 Personen.

( (dpa) )

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