Besuch in Hamburg

Zu spät zur Lesung: Dalai Lama steckt im Aufzug fest

Das Oberhaupt der Tibeter steckte für einige Minuten im Fahrstuhl fest, nahm es aber mit Humor und entschuldigte sich dann bei den 5000 wartenden Zuschauern für seine Verspätung.

Hamburg. Kleiner Zwischenfall beim Dalai-Lama-Besuch in Hamburg: Nach einer Besichtigung der Ausstellung „Tibet – Nomaden in Not“ steckte das Oberhaupt der Tibeter für einige Minuten im Fahrstuhl fest.

Der 79-jährige Friedensnobelpreisträger nahm es wie immer mit Humor, stieg ein Stockwerk höher aus, ging die Außentreppe zum Innenhof des Museums hinunter und scherzte mit den Museumsmitarbeitern. Später entschuldigte er sich für seine Verspätung bei den 5000 Zuhörern im Congress Centrum (CCH), die schon auf ihn warteten.

„Alle Religionen haben das gleiche Ziel:den Altruismus zu fördern“, sagte er in seinem Vortrag. Dabei sei es egal, ob man wie im Christentum an die Liebe Gottes glaube, deren Funke ins Leben aller Menschen überspringe oder wie im Buddhismus an die Abhängigkeit aller Dinge: Alles, was man für andere Menschen tue, habe positive Auswirkungen auf das eigene Leben.

Am Dienstag beendet der Dalai Lama seinen Hamburg-Besuch mit einer Zeremonie zum Buddha des Mitgefühls. Danach nimmt er an einer Podiumsdiskussion zum Thema „...und was ist mit Tibet?“ teil.