Schulpolitik in Hamburg

Zeitliche Obergrenze bei Hausaufgaben für Gymnasiasten

Schulsenator Ties Rabe im Kampf gegen die Überlastung der Gymnasiasten: Für Hausaufgaben sollen die Schüler nur noch fünf Stunden pro Woche aufwenden. Auch maximal zwei Klausuren sollen geschrieben werden.

Hamburg. Der Lern- und Arbeitsbelastung für Hamburgs Gymnasiasten soll künftig gleichmäßiger über das Schuljahr verteilt werden. Schulsenator Ties Rabe (SPD) will mit der Einführung von Obergrenzen für Unterrichtsstunden, Hausaufgaben und Klausuren vermeiden, dass es Wochen der Überbelastung gibt.

So soll die Zeit, die die Schüler für Hausaufgaben aufwenden, maximal fünf Stunden pro Woche betragen. Wie die Übungszeit verteilt wird, entscheiden die Schulen selbst. Höchstens zwei Klausuren dürfen pro Woche geschrieben werden. Auch für die Zahl der wöchentlichen Unterrichtsstunden gibt es eine Obergrenze am Gymnasium, an dem die Schüler das Abitur schon nach acht Jahren (G8) ablegen: In den Klassen sieben bis zehn sind es 34 Stunden, in der fünften 30 und der sechsten 31 Stunden.

Es wird wenige Ausnahmegenehmigungen zum Beispiel für die altsprachlichen Gymnasien geben. "Es geht nicht darum, dass die Kinder weniger lernen. Es geht darum, das Lernpensum gleichmäßiger zu verteilen", sagte Rabe.