Olympia

Hamburgs Linke legen Studie gegen Olympische Spiele vor

Olympische Spiele kämen Hamburg teuer zu stehen, würden der Umwelt schaden und die soziale Spaltung der Stadt vorantreiben, meint die Linke. Sie bleibt bei ihrem klaren Nein zu einer Olympiabewerbung.

Hamburg. Hamburgs Linke haben ihr klares Nein zu einer Olympiabewerbung der Stadt mit einer Studie untermauert.

Die am Dienstag vorgestellte Untersuchung der Bürgerschaftsfraktion kommt zu dem Ergebnis, dass die Hansestadt im Falle der Ausrichtung Olympischer Spiele 2024 oder 2028 nicht nur enorme Kosten zu stemmen hätte, sondern auch die soziale Spaltung der Stadt gravierender würde und zusätzliche Umweltschäden zu befürchten seien.

Der Sportexperte der Linken, Mehmet Yildiz, betonte unter Hinweis auf die Ergebnisse der 23-seitigen Studie: „Wir sind gegen die Ausrichtung der Olympischen Spiele unter den gegenwärtigen Bedingungen.“

Fragenkatalog an Hamburg und Berlin


Mit einem Fragenkatalog an Berlin und Hamburg treibt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) seine Pläne für eine neuerliche Olympia-Bewerbung voran. Dies hat das Präsidium des DOSB am Dienstag in Frankfurt/Main beschlossen. Präsident Alfons Hörmann verwies auf Gespräche mit den Verantwortlichen in beiden Metropolen in den vergangenen Wochen. „Dabei haben beide Städte ihr großes Interesse an einer Olympia-Bewerbung unterstrichen.“

Bis Ende August müssen Hamburg und Berlin 13 Fragen beantworten. Dabei geht es um Details eines denkbaren Konzeptes, um Transportmöglichkeiten und Beteiligung von Partnerregionen. „Es geht darum, frühzeitig mit den Bürgern ein nachhaltiges Konzept zu entwickeln“, erklärte Hörmann und verwies im Hinblick auf die gescheiterte Winterspiele-Bewerbung Münchens: „Wir gehen nur dorthin, wo wir auch wirklich gewollt sind.“

Der DOSB will zeitgleich vor allem auf internationaler Ebene ausloten, ob es sinnvoll ist, sich um die Sommerspiele 2024 oder 2028 zu bemühen. Auch die geplante Kandidatur des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die Ausrichtung der EM 2024 wird dabei berücksichtigt.

Sollte sich der DOSB für eine Bewerbung um die Sommerspiele in zehn Jahren entscheiden, müsste das Präsidium bei seiner Sitzung am 11. September oder 28. Oktober einen Vorschlag für die Mitgliederversammlung am 6. Dezember in Dresden machen. Bis Herbst 2015 müsste die Bewerberstadt beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gemeldet werden.