Kontrollen: Fast 100 Radfahrer fahren über Rot

Hamburg. Bei Verkehrskontrollen sind am Dienstag mehr als 100 Fahrradfahrer angehalten worden, weil sie zumeist über rote Ampeln gefahren waren oder ihre Räder Mängel aufwiesen. Zeitgleich kontrollierte die Polizei zahlreiche Auto- und Motorradfahrer. Insgesamt stellte die Fahrradstaffel der Polizei 188 Verkehrsverstöße fest.

Die Polizei kontrollierte zwischen 8 und 15 Uhr an der Reeperbahn und den Kreuzungen Theodor-Heuss-Platz/Mittelweg, Julius-Leber-Straße/Goetheallee, Tarpenbekstraße/Breitenfelder Straße und Max-Brauer-Allee/Schulterblatt. In diesen sechs Stunden fuhren 96 Radfahrer über rote Ampeln, zehn auf der falschen Straßenseite, sechs telefonierten beim Fahren. Ein Mann fuhr ein Rad ohne Bremsen, drei Räder hatten „Mängel an der Bremseinrichtung“, sagte Sprecher Holger Vehren. Sie durften nicht weiterfahren.

Zeitgleich wurden 72 Verstöße von Auto- und Motorradfahrern aufgenommen: 44 Autofahrer „missachteten das Rotlicht“, so Vehren, neun überholten Radfahrer mit zu geringem Abstand, zwei behinderten Radfahrer beim Abbiegen. Zwei Rollerfahrer wurden angehalten, weil sie keinen Helm trugen.

Während sich die meisten Kontrollierten laut Polizei einsichtig zeigten, versuchte ein Radfahrer nach einem „Rotlichtverstoß“ zu flüchten. Die Bußgelder für diesen Verstoß belaufen sich für Radfahrer auf 60 und für Autofahrer auf 90 Euro. War die Ampel schon mehr als eine Sekunde umgesprungen, sind es 100 Euro (Rad) beziehungsweise 200 Euro und einen Punkt (Auto).