Online-Handel

Otto Group lüftet Geheimnis um Millionenprojekt „Collins“

Unter strenger Geheimhaltung arbeiteten zahlreiche Experten seit einem Jahr an dem Projekt „Collins“, einem neuen Online-Auftritt der Hamburger Otto Group. An diesem Montag stellt Otto das Großprojekt vor.

Hamburg. Nach einem Jahr Vorbereitung stellt die Otto Group an diesem Montag in Hamburg einen neuen Auftritt im Online-Handel vor. Der Handels- und Dienstleistungskonzern hat in das Projekt „Collins“ einen dreistelligen Millionenbetrag investiert und damit in der Branche hohe Erwartungen geweckt.

Bislang ist bekannt, dass „Collins“ sich an eine junge Zielgruppe richten wird, vor allem an Frauen, und neuartige, innovative Elemente enthalten soll.

Das Projekt hat auch deshalb viel Aufmerksamkeit gefunden, weil Benjamin Otto, 38, der Sohn des Otto-Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Otto, dafür die Verantwortung übernommen hat. Er hatte zuvor nicht im Familienkonzern gearbeitet und lässt derzeit offen, ob er einmal die Leitung des Unternehmens übernehmen wird. Michael Otto war 2007 von der Konzernspitze in den Aufsichtsrat gewechselt; die Otto Group wird seitdem von dem familienfremden Manager Hans-Otto Schrader geführt.

Die Umsätze des Handels verlagern sich seit einigen Jahren zunehmend ins Internet. Der Online-Handel wächst schnell, während dem stationären Handel kaum noch Wachstumspotenzial zugebilligt wird. Die Verbreitung von internetfähigen Smartphones und Tablets gibt dem Trend zu Online-Handel und E-Commerce zusätzlichen Schub. Unter dem Dach der Otto Group arbeiten gut 100 Onlineshops und erwirtschaften einen Umsatz von mehr als sechs Milliarden Euro. Das sind 61 Prozent der Handelsumsätze der Gruppe. Ottos Online-Umsatz in Deutschland liegt bei rund vier Milliarden Euro.

( (dpa) )

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