Bilanz

Brillen-Mogul Fielmann will für Aktionäre attraktiver werden

Trotz neuer Konkurrenz durch Online-Händler und schwieriger Marktbedingungen will die Hamburger Kette ihre Position auch in diesem Jahr verteidigen. Die Zahlen im ersten Quartal sprechen dafür.

Hamburg. Die führende deutsche Optikerkette Fielmann legt am Montag ihre Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres vor. Die Optikerkette will für die Aktionäre attraktiver werden und plant deshalb einen Aktiensplit. Für eine Aktie sollen die Anteilseigner zwei bekommen, teilte Fielmann am Montag in Hamburg mit. Damit halbiert sich optisch auch der Kurs.

Gleichzeitig kündigte der Konzern eine höhere Dividende von 2,90 Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr an, nach 2,70 Euro im Vorjahr. Fielmann verkauft in Deutschland nahezu jede zweite Brille. 2013 steigerte das Unternehmen den Umsatz um 4,5 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro. Der Überschuss verbesserte sich um 9,5 Prozent auf 142 Millionen Euro. Auch im ersten Quartal stiegen Absatz, Umsatz und Gewinn.

Vorerst kein Online-Handel

Vorstandschef Günther Fielmann, der im Herbst 75 Jahre alt wird, hatte die erste Filiale des Unternehmens vor mehr als 40 Jahren in Cuxhaven eröffnet und den deutschen Markt mit innovativen Geschäftsmodellen gründlich umgekrempelt. Derzeit betreibt Fielmann 680 Niederlassungen, davon 578 in Deutschland, 34 in der Schweiz und 34 in Österreich. Erklärtes Ziel des Unternehmens ist ein Marktanteil von 50 Prozent in den deutschsprachigen Ländern.

Der zunehmende Online-Handel über das Internet hat sich bei den Optikern noch nicht so weit verbreitet wie in anderen Handelsbranchen. Rund 500.000 von knapp 12 Millionen Brillen wurden jedoch im vergangenen Jahr über das Internet verkauft, mit stark zunehmender Tendenz. Fielmann will diesem Trend nicht folgen; er hält die technischen Möglichkeiten nicht für ausgereift.