Projekt in Hamburg

Türkischer Begleitdienst Gönüllü für Demenzkranke gestartet

In dem Projekt werden türkischsprachige Menschen zum Thema Demenz geschult. So sollen sie sich für ihre älteren Landsleute engagieren können. In Hamburg leben etwa 47.500 Menschen mit türkischer Staatsangehörigkeit.

Hamburg. Ein türkischsprachiger Besuchsdienst und eine Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz sind jetzt in Hamburg gestartet worden. In dem bisher einzigartigen Projekt „Gönüllü“ (türk.= freiwillig) können sich türkischsprachige Menschen für ihre älteren Landsleute engagieren, teilte Diakoniesprecher Steffen Becker am Mittwoch mit.

Sie werden zum Thema Demenz geschult und können dann Besuche auf Türkisch übernehmen. In Hamburg lebten den Angaben zufolge Ende 2013 rund 47.500 Menschen mit türkischer Staatsangehörigkeit, davon rund 10.000 älter als 60 Jahre.

Das Projekt entstand in Kooperation mit der Türkischen Gemeinde Hamburg, dem Diakonischen Werk und der „Hamburgischen Brücke – Gesellschaft für private Sozialarbeit“. Ziel ist, die bisherigen Erfahrungen auf die Bedürfnisse der türkischen Kultur auszurichten. „Das Thema Demenz ist in der türkischen Kultur noch sehr tabuisiert, hier kann das Projekt Gönüllü Aufklärungsarbeit leisten“, sagte Martin Rüttgers, Geschäftsführer der Türkischen Gemeinde Hamburg. Das Angebot der Kooperation Gönüllü wird von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz und den Pflegekassen gefördert.