Menschlich gesehen

Kutter im Netz

Naja und „Silvia“ nehmen im Leben von Henning Wellner aus Altona einen besonderen Platz ein: Mit seiner zwölf Jahre alten Hündin Naja und seinem Küstenkutter „Silvia“ verbringt der freiberufliche Ingenieur seine freie Zeit. Stolz ist der Single auf Naja, weil sie trotz einer fehlenden Hüfte das Leben tapfer meistert, und „Silvia“ spielt seit diesem Monat in dem YouTube-Kanal Ponk eine Hauptrolle in Filmchen um Käpt’n Alex und Matrose Fiete. Die Episoden fürs weltweite Netz werden im Museumshafen Oevelgönne gedreht.

Hier hat auch der gebürtige Rostocker eine Heimat gefunden. Er mag die Gemeinschaft unter den Vereinsmitgliedern. „Die haben mich gut aufgenommen, obwohl ich ein Greenhorn bin.“ Als die Besucher beim Hafengeburtstag 2013 auf ihn und „Silvia“ blickten und jedes Manöver beobachteten, sei er „ganz schön aufgeregt“ gewesen. Einen Kutter zu besitzen, war schon als Junge sein Traum. Mit fast 50 hat er ihn sich erfüllt. Weil er handwerklich geschickt ist, kann er vieles reparieren.

Überhaupt ist der Vater eines zwölfjährigen Sohnes ein Tüftler. Von seinen Erfindungen mag er nicht erzählen – und rückt dann doch damit heraus, dass er eine Vorrichtung entwickelt hat, mit der sich Geldstücke in Papier rollen lassen. „Ich beschäftige mich mit Dingen, die mich im Alltag stören.“ Wenn er auf dem Deck seiner „Silvia“ in den Sternenhimmel guckt, gibt es aber nichts, was ihn stören könnte. (gen)