Grüne verlangen 50 zusätzliche StadtRad-Stationen

Hamburg. Die Grünen fordern 50neue StadtRad-Stationen für Hamburg. Am heutigen Mittwoch wird die Bürgerschaftsfraktion einen entsprechenden Antrag in das Parlament einbringen. Für Verkehrsexperte Till Steffen steht fest: „Der Senat muss die Radverkehrs-Eiszeit beenden und mit Schwung in die neue Fahrradsaison starten. Das Radfahren muss in Hamburg noch attraktiver werden, und nichts hilft da besser als ein Ausbau des StadtRad-Netzes.“ Die roten Leihräder seien Sympathieträger und werden gern und oft genutzt, sagt Steffen.

Die Zahlen belegen das: Inzwischen haben sich rund 221.000 Kunden für das Angebot registriert. Es stehen derzeit etwa 1600 Fahrräder und 129 Stationen zur Verfügung.

Allerdings müssen die neuen Stationen finanziert werden. Die Grünen haben dafür in ihrem Antrag bereits eine konkrete Forderung parat: Die Maßnahme solle mit 500.000 Euro aus dem Budget des Busbeschleunigungsprogramms finanziert werden. Für die umstrittene Busbeschleunigung hat die Stadt 259 Millionen Euro eingeplant.

Auch die CDU setzt sich für einen Ausbau des StadtRad-Netzes ein: „Die StadtRäder sind das Verkehrsmittel der Zukunft und werden sehr gut angenommen. Deshalb ist es sinnvoll, flächendeckend neue Stationen im Stadtgebiet zu errichten“, sagt Verkehrsexperte Klaus-Peter Hesse.

Die Deutsche Bahn hat einen Vertrag mit der Stadt und ist für den Betrieb der StadtRad-Stationen sowie für die Wartung der roten Leihräder verantwortlich. Auch für die Einrichtung der Stationen war bereits das Verkehrsunternehmen zuständig.

Die Verkehrsbehörde hält laut Sprecherin Helma Krstanoski einen Ausbau „angesichts des großen Erfolgs für wünschenswert.“ Für die Behörde sei die Finanzierung aber noch ein Problem: „Sie ist derzeit noch nicht geklärt“, sagt Krstanoski.