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Ältestes Lager der Bewegung

Das Zelt- und Hüttendorf der Occupy-Bewegung in der Hamburger Innenstadt sollte nach einer Anweisung des Bezirksamts Mitte bis zum Jahresende abgebaut sein. Auch am Neujahrstag, nach Ablauf der Frist, waren jedoch keine erkennbaren Abbrucharbeiten zu sehen. Das Amt werde am heutigen Donnerstag den Zustand des Camps kontrollieren, sagte Sprecherin Sorina Weiland. Das Hamburger Lager soll das älteste Occupy-Dorf der Welt sein; der Bezirk hat die Protestler mehr als zwei Jahre in der Innenstadt toleriert. Sie mussten einmal ihren Standort vom Gerhart-Hauptmann-Platz zum Getrudenkirchhof verlegen. Die Demonstranten hatten im Laufe der Zeit die Zelte teilweise durch Holzbuden mit bis zu zwei Stockwerken ersetzt und darin gewohnt. Damit werde gegen Baurecht verstoßen; es handele sich um nicht genehmigungsfähige Schwarzbauten, erklärte das Amt. Die Anlage sei nicht brand- und standsicher und erfülle nicht die hygienischen Anforderungen.