Hamburger zeigen Solidarität mit verletztem Polizisten

Hamburg. Nach den Angriffen auf drei Polizisten vor der Davidwache am Wochenende auf dem Kiez ermittelt das Landeskriminalamt unter anderem wegen „versuchten Totschlags“. Einer der der linksautonomen Szene zugerechneten Täter hatte einem Polizisten aus nächster Nähe einen Stein ins Gesicht geschleudert und ihn schwer verletzt.

Die Tat mache „fassungslos“, sagte SPD-Fraktionschef Andreas Dressel. Sein Kollege von der CDU, Dietrich Wersich, meint, die Hamburger hätten „die Schnauze voll von den Krawallen linksradikaler Chaoten“. Eine Facebook-Seite, die als Zeichen der Solidarität mit den Polizisten der Davidwache eingerichtet wurde, bekam binnen 24 Stunden mehr Unterstützung („Gefällt mir“-Zeichen) als die Facebook-Seite der Roten Flora in den vergangenen viereinhalb Jahren insgesamt.

Am Neujahrstag ruft die Deutsche Polizeigewerkschaft die Hamburger auf, bei einer Mahnwache Solidarität mit den Beamten zu zeigen. Ursprünglich sollte es bei der Kundgebung vor allem um den Sparkurs des Senats gehen. Tag für Tag, so die CDU, setzten die Beamten Gesundheit und Leben dafür ein, „dass wir in Hamburg friedlich und sicher miteinander leben können“.

Auch in der Silvesternacht bereitet sich die Polizei auf Gewalttätigkeiten der linksautonomen Szene vor. Angekündigt ist eine Demonstration, die zum Untersuchungsgefängnis an der Glacischaussee führt.