Verkehr

Großkontrolle in Hamburg: 214 Temposünder vor Schulen

Polizei kontrolliert Autofahrer im gesamten Stadtgebiet. Aktion soll dem Kampf gegen Alkohol und Drogen am Steuer dienen. Straßen vor Schulen im Fokus.

Hamburg. Die Hamburger Polizei hat am Dienstag im gesamten Stadtgebiet Verkehrskontrollen durchgeführt. Die Aktion sollte dem Kampf gegen zu schnelles Fahren und das Fahren unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen dienen. Beides sind nach wie vor die Hauptunfallursachen auf Hamburgs Straßen.

An der Stresemannstraße in Hamburg-Bahrenfeld haben Beamte der Verkehrsdirektion Mitte insgesamt 111 Fahrzeuge angehalten und kontrolliert.

Ein 60-jähriger Fahrer eines Klein-Lastwagens war nicht im Besitz eines Führerscheins. Dieser war ihm bereits vor längerer Zeit abgenommen worden. Fünf Fahrern wurden Blutproben entnommen, das sie im Verdacht stehen, ihr Fahrzeug unter dem Einfluss von Drogen geführt zu haben. Dabei war unter anderem ein 21-jähriger Fahrschüler während einer Fahrstunde. Bei einem weiteren Fahrer wurden im Fahrzeug Drogen gefunden.

Im Hamburger Süden haben Beamten der Verkehrsdirektion Süd an 14 verschiedenen Orten Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Darüber hinaus waren zwei Videofahrzeuge unterwegs.

Kontrollen an Hamburger Schulen

In den Vormittagsstunden wurden gezielt Straßen im Umfeld von Schulen überwacht. Insgesamt passierten 3310 Fahrzeuge die vier Kontrollstellen. 214 Fahrzeugführer waren zu schnell. 170 von ihnen müssen mit einem Verwarngeld und 44 mit einem Bußgeld rechnen. Ein Fahrzeugführer war so schnell, dass er mit einem einmonatigen Fahrverbot rechnen muss.

In den Nachmittagsstunden wurden weitere zehn Kontrollstellen eingerichtet. Hier fuhren insgesamt 9038 Fahrzeuge an den Messstellen vorbei. 749 Fahrzeugführer hielten sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit. 25 von ihnen müssen mit einem Fahrverbot von einem Monat rechnen.

Ein 27 Jahre alter Fahrer wurde nach einer Rotlichtfahrt angehalten. Während der Überprüfung ergaben sich Auffälligkeiten auf einen zeitnahen Drogenkonsum. Ein Drogenschnelltest reagierte positiv auf Kokain. Dem Fahrer wurde eine Blutprobe entnommen.

Ein 45 Jahre alter Mann wurde von einem Videofahrzeug gefilmt, als er zunächst auf der A1 mit Tempo 120 fuhr, obwohl dort nur 60 Kilometer pro Stunde erlaubt sind. Später fuhr er auf dem Moorwerder Hauptdeich mit Tempo 140 statt der zulässigen 50 Kilometer pro Stunde. Als die Besatzung des Videofahrzeugs den Fahrer anhielt, stellten sie fest, dass er unter dem Einfluss von Drogen stand. Ihm wurde ebenfalls eine Blutprobe entnommen. Darüber hinaus stellten die Beamten den Führerschein sicher und leiteten ein Strafverfahren ein.

Um schwere Verkehrsunfälle, die aufgrund von zu hoher Geschwindigkeit oder dem Konsum von Alkohol oder Drogen entstehen, zu verhindern, wird die Polizei Hamburg auch in Zukunft weitere Kontrollen durchführen.