Hamburger Presserunde

Gebühren für Park-and-ride: Wer steigt dann um?

Abendblatt-Redakteurin Vanessa Seifert diskutiert am Sonntag mit ihren Gästen. Geht es nach Wirtschaftssenator Frank Horch sollen die Park-and-ride-Stellplätze künftig kostenpflichtig werden.

Rotherbaum. Es ist ein Plan, der die meisten der 300.000 Pendler, die außerhalb Hamburgs wohnen, aber morgens zur Arbeit in die City fahren, wenig begeistert: Geht es nach Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) sollen die Park-and-ride-Stellplätze künftig kostenpflichtig werden. „Eine Dummheit“, wie CDU und FDP wettern? Oder folgerichtig?

Darüber diskutiert Abendblatt-Redakteurin Vanessa Seifert mit ihren Gästen am Sonntag in der „Hamburger Presserunde“. Christian Schäfer vom ADAC Hansa sagt: „Das ist doch kontraproduktiv. Wo ist da noch der Anreiz für Autofahrer, auf Bus und Bahn umzusteigen?“ SPD-Verkehrsexperte Ole Thorben Buschhüter verteidigt das Vorhaben: „Die Park-and-ride-Stellplätze werden schließlich auch ausgebaut und modernisiert. Es wird in Sauberkeit und Videoüberwachung investiert.“

Oliver Schirg (Hamburger Abendblatt): „Park-and-ride kostet schon. Allerdings zahlen die Steuerzahler, nicht die Nutzer.“ Till Steffen, Grünen-Verkehrsexperte: „Park-and-ride ist gut, wird aber tendenziell überschätzt. Das Fahrrad wird immer wichtiger, was der SPD-Senat leider vernachlässigt.“ (vas)

„Hamburger Presserunde“, Sonntag, 21.45 Uhr bei Hamburg 1