Straßenverkehr

CDU und FDP kritisieren Pläne zu Park-and-Ride

Die oppositionellen Christ- und Freidemokraten werfen der Wirtschaftsbehörde vor, sie halte die Autofahrer mit ihren Plänen vom Umstieg auf den öffentlichen Personen- und Nahverkehr ab.

Mitte. CDU und FDP haben die Pläne der Wirtschaftsbehörde, Park-and-Ride-Stellplätze nach einer Sanierung und Modernisierung kostenpflichtig zu machen, kritisiert. Das Vorhaben sei eine „Dummheit“, erklärte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Klaus-Peter Hesse, am Montag. Sein FDP-Kollege Wieland Schinnenburg meinte, die Einführung von Gebühren für P+R-Plätze sei „in jeder Hinsicht kontraproduktiv“.

Auslöser der Kritik ist die Absicht der Behörde, innerhalb der kommenden acht Jahre das Angebot von P+R-Plätzen zwar auszuweiten und qualitativ zu verbessern, es aber zugleich kostenpflichtig zu machen. Den Plänen zufolge sollen in den Randgebieten der Hansestadt bis zu 2200 P+R-Stellplätze zusätzlich geschaffen werden.

Hesse warnte, Parkgebühren würden den Parkdruck in benachbarten Wohngebieten erhöhen und P+R-Anlagen unattraktiv machen. Besser wäre es, „Inhabern von Zeitkarten ein attraktives Angebot für die Miete eines Stellplatzes" zu unterbreiten. Der FDP-Politiker Schinnenburg fürchtet, dass Autofahrer durch eine Gebühr „vom Umstieg auf Bus und Bahn abgehalten“ werden.

Die Behörde plant ein dreiteiliges Preismodell. Die Tageskarte soll zwei Euro, die Monatskarte 20 Euro und die Jahreskarte 200 Euro kosten.