Steuerhinterziehung

Neue Spezialeinheit gegen Schwarzarbeit in Hamburg

Die Fahnder nehmen Scheinfirmen und organisierte Tätergruppen ins Visier, die systematisch Schwarzarbeit initiieren. Die Schadenshöhe soll in die Millionen gehen.

Hamburg. Mit einer neuen Spezialeinheit wollen Hamburgs Steuerfahnder noch intensiver gegen Schwarzarbeit vorgehen. Die Einheit wurde zum 1. Juni gegründet und nimmt Steuerhinterziehung durch Scheinfirmen ins Visier, die systematisch Schwarzarbeit organisieren, sagte ein Sprecher der Finanzbehörde am Montag. Laut Senator Peter Tschentscher (SPD) reagiert die Behörde damit „strukturell auf den in den letzten Jahren zunehmenden sogenannten Kettenbetrug im Dienstleistungsgewerbe“.

Dabei hinterzögen organisierte Tätergruppen Steuern in Millionenhöhe, indem sie eine Kette von Scheinfirmen gründen. Über gefälschte Belege stellen sie Tschentscher zufolge „Dienstleistungen in Rechnung, die tatsächlich in Schwarzarbeit erbracht wurden“.

Durch jene Scheinfirmen werde somit in großem Umfang Schwarzarbeit organisiert und mit gefälschten Belegen in den Wirtschaftskreislauf eingebracht. Die Spezialeinheit soll auffällige Strukturen analysieren und verdächtige Firmen unangekündigt überprüfen.