Steuerhinterziehung

1052 Steuersünder zeigen sich in Hamburg selbst an

Dabei geht es um Kapitalerträge von 360 Millionen Euro. Bei den fragwürdigen Geschäften in internationalen Steueroasen gibt es bisher aber wohl keine Hinweise auf Hamburger Verdächtige.

Hamburg. Nach dem Kauf mehrerer CDs über Kunden von Schweizer Banken haben sich in Hamburg bisher 1052 Steuersünder selbst angezeigt. Die Daten beziehen sich auf die Zeit von Anfang 2010 bis zum 28. Februar 2013. Die Steuersünder hätten rund 360 Millionen Euro Kapitalerträge nacherklärt, sagte ein Sprecher der Finanzbehörde am Montag. Wie viel zusätzliche Steuern das in die Stadtkasse spült, gab die Behörde nicht bekannt. Nach einer Faustformel könnte sich der Betrag jedoch auf mindestens 40 Millionen Euro belaufen.

Der Norddeutsche Rundfunk hatte zuerst über die Steuerhinterzieher berichtet. Bei den fragwürdigen Geschäften in internationalen Steueroasen gibt es demnach aber bisher keine Hinweise auf Hamburger Verdächtige. Medien aus 46 Ländern – darunter auch der NDR - hatten am Donnerstag zeitgleich vertrauliche Daten aus weltweit zehn Steuerparadiesen veröffentlicht. Aufgelistet werden darin 130.000 mutmaßliche Steuerflüchtlinge aus mehr als 170 Ländern, die ihr Geld vor dem Fiskus versteckt haben sollen.