Verkehr

Osterreiseverkehr: So ist die Lage auf den Straßen

Nachdem am Gründonnerstag auf den Straßen und Autobahnen im Norden einiges los war, begann der Karfreitag zunächst ruhig - ehe es besonders in Niedersachsen zu einigen Unfällen kam.

Hamburg. Nachdem am Donnerstag auf den Autobahnen im Norden einiges los war, hatte sich die Lage am Karfreitag zunächst entspannt - ehe es stellenweise aufgrund von Unfällen richtig voll wurde. Rund um die Hansestadt sei es zwar ebenso ruhig gewesen wie auf den Autobahnen zu den Küsten in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. „Wir haben keine einzige Meldung im Verkehrsrechner“, sagte eine Sprecherin des Kieler Lagezentrums am Mittag. Doch im Laufe des Tages sorgten Unfälle für kilometerlange Staus - besonders auf Niedersachsens Autobahnen.

Auf der Autobahn 2 bei Bad Eilsen waren vier Wagen zusammengestoßen. Ein Autofahrer musste nach Angaben der Polizei wegen des dichten Verkehrs bremsen. Ein 35-Jähriger fuhr auf ihn auf und schob ihn in einen weiteren Wagen. Später krachte eine 55-Jährige in die Unfallstelle. Die Polizei sperrte die Strecke in Richtung Berlin. Der Verkehr staute sich auf 18 Kilometern. Kurz zuvor waren bereits auf der A1 sechs Autos in zwei Unfälle bei Neuenkirchen-Vörden (Kreis Vechta) verwickelt gewesen. Es kam zu 17 Kilometern Stau in Richtung Norden.

Touristen bleiben weg

Grautrübes Winterwetter dürfte aber zumindest am Freitag die Hoffnung der Touristenorte an Nord- und Ostsee auf viele Tagesausflügler und Spontanurlauber zerschlagen haben. Viele hartgesottene Urlauber nutzten den freien Tag dennoch für einen Spaziergang an den Promenaden, im Watt und an den Stränden. So etwa in Büsum, wo sich die ersten Urlauber in Strandkörben niederließen oder dick verpackt bei Temperaturen um den Gefierpunkt und zeitweise bei Schneegrieseln an den Fischkuttern im Hafen vorbeischlenderten.

Die Tourismuswirtschaft im Norden leidet in diesem Jahr unter dem lang anhaltenden Winterwetter. „Es gibt Stornierungen, aber nicht in katastrophalem Ausmaß“, hatte eine Sprecherin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein am Mittwoch Bilanz gezogen. Vor dem erneuten Wintereinbruch habe die Buchungslage an Nord- und Ostsee noch auf dem Vorjahresniveau gelegen. Während die Hotels und Ferienwohnungen in den Ostseebädern weiter gut gebucht seien, gebe es an der Nordsee weniger Buchungen als 2012.

Auch an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns war die Auslastung der Hotels trotz allem mancherorts zufriedenstellend, hieß es vom Tourismusverband. Man sei zufrieden hieß es auch vom Verband der Jugendherbergen, die Buchungslage könnte jedoch besser sein, sagte Vorstandsvorsitzende Karen Löhnert. „Zum Glück haben wenige Gäste aufgrund des Schnees storniert. Allerdings haben wir bedingt durch den Schnee keine Spontanbuchungen wie sonst immer.“