Hasen

Feldhasen bevölkern Städte – nicht nur zu Ostern!

Der Osterhase ist in guter Gesellschaft: Experten erwarten, dass Hasen sich dank des reichhaltigen Nahrungsangebots in Städten weiter vermehren. Hasen haben deutlich längere Ohren als Kaninchen.

Hamburg. Schokohasen gibt es momentan massenweise in den Geschäften in Hamburg – aber auch echte Hasen verbreiten sich immer mehr in Städten. „Ich halte es für möglich, dass sich der Feldhase in Zukunft immer stärker in der Stadt ausbreitet“, sagte Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung in Hamburg.

Kaninchen seien ohnehin schon oft zu beobachten. Doch auch die größeren Feldhasen würden über Generationen die Erfahrung machen, dass in Städten vielfältige Nahrung zu finden sei – zum Beispiel Blumen, Gehölze und Knospen.

Zwar lauern auch in der Stadt Feinde auf den Feldhasen. Ratten, Marder und Füchse wollen ihm dort an den Kragen. „Es gibt kaum jemanden, der den Feldhasen nicht fressen will“, so Kinser. Das schrecke die Tiere aber nicht ab.

Wer selbst auf Ausschau nach einem Feldhasen gehen will, muss laut Kinser am besten im Morgengrauen unterwegs sein. Und den Unterschied zum Kaninchen kennen. „Der Feldhase ist in etwa doppelt so groß wie das Kaninchen, das zudem ein dunkleres Fell hat.“ Markantestes Merkmal seien die Ohren. „Wenn man ein Tier gesehen hat und sich denkt: Du hast aber lange Ohren! Dann hat man vermutlich einen Feldhasen vor sich.“