Gängeviertel

Sanierung beginnt in 100 Jahre alter Schankwirtschaft

Bei den Arbeiten wird die "Jupi-Bar" als Treffpunkt der Künstler vom Gängeviertel geschlossen. Sanierung des Gängeviertels dauert sieben Jahre.

Hamburg. "Wir sind auf einem guten Weg", sagt Architekt Joachim Reinig, der die Sanierung des Gängeviertels begleitet. Nach langem Hin und Her haben sich alle auf den Beginn der Bauarbeiten im Juni geeinigt. Als erstes sind die um 1890 erbauten Häuser an der Caffamacherreihe dran. "Mit der energetischen Sanierung kommen auch neue Bäder, Toiletten, Küchen, Fenster und Balkone auf der Hofseite", sagte Reinig dem Hamburger Abendblatt.

Spannend wird es im Eckhaus, wo eine Gaststätte so rekonstruiert wird, wie sie vor mehr als 100 Jahren ausgesehen hat. Der Gastraum war in dunklen Farben, wie Rot und Braun, gestrichen - das hatte eine Untersuchung von Restauratoren ergeben. Hinzu kommen moderne Technik und Schallschutz in die historische Schankwirtschaft. Dieses Eckhaus soll bis zum August 2014 saniert sein.

Bei den Arbeiten wird die "Jupi-Bar" als Treffpunkt der Künstler vom Gängeviertel geschlossen. "Wir suchen noch nach einer fröhlichen Alternative", sagt Marion Walter von der Gängeviertel-Baukommission. Im Januar 2014 beginnen die Arbeiten in der "Fabrik". Das Industriegebäude von 1913 ist mit seinen großen Räumen das Herz des Viertels. Von Januar 2014 bis Juni 2015 dauert die Sanierung dort. "Es entsteht das vom Gängeviertel gewünschte soziokulturelle Zentrum mit Räumen für kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen und Büros", sagt Reinig.

Die 20 Millionen Euro teure Sanierung dauert sieben Jahre. Es entstehen 79 Wohnungen und 21 Gewerbeeinheiten. Sowohl der Bezirk Mitte, der die Gesamtverantwortung für die Sanierung übernommen hat, als auch die Künstler wollen die Sanierung mit eigenen Publikationen begleiten.