Wohnraum

Hamburg hat zu wenig Sozialwohnungen

In vielen Bundesländern mangelt es an günstigem Wohnraum. Auch in der Hansestadt kann der Bedarf bei weitem nicht gedeckt werden.

Hamburg. Bundesweit ist die Zahl der Sozialwohnungen seit 2002 stark zurückgegangen . Auch in Hamburg gibt es einen Mangel an Sozialwohnungen: Nicht mal ein Viertel der bedürftigen Haushalte kann den günstigen Mietraum nutzen. Laut Behörde für Stadtentwicklung sind rund 98.000 Haushalte in einer Sozialwohnung registriert. "Berechtigung hätten aber etwa 42 Prozent der Hamburger Haushalte", heißt es in der Behörde. Das bedeutet in Relation zu insgesamt eine Million Haushalten in Hamburg, dass etwa 420.000 Haushalte Anspruch auf eine Sozialwohnung hätten. Damit gibt es 322.000 Haushalte, die keine Sozialwohnung bekommen, obwohl ihnen eine zusteht.

Die Zahl ist aber weniger alarmierend, als sie scheint: Denn viele Bedürftige nehmen ihre Berechtigung nicht in Anspruch. "Es gibt Menschen, die bereits günstigen Mietraum haben, obwohl sie in keiner Sozialwohnung leben", berichtet eine Sprecherin der Behörde. Gerade Menschen, die schon lange in ihrer Wohnung leben, zahlen oftmals geringe Mieten. Wie viele Menschen genau eine Sozialwohnung brauchen aber keine bekommen, konnte die Behörde nicht mitteilen.

Klar ist aber: Es gibt deutlich zu wenig günstigen Wohnraum. Um den Engpässen entgegen zu wirken, will der Senat nun jährlich 6000 neue Wohnungen bauen. Ein Drittel davon sollen geförderte Mietwohnungen werden.

(HA)