Immobilien

Ehemaliges "Spiegel"-Hochhaus ist verkauft

7.750 Quadratmeter großes Areal inklusive IBM-Hochhaus ging an Hochtief Solutions. Internetunternehmer kam nicht zum Zug.

Hamburg. Die IVG Immobilien AG mit Sitz in Bonn hat den ehemaligen Sitz der Spiegel-Gruppe in Hamburg an Hochtief Solutions verkauft. Hochtief Solutions wolle auf dem Areal ein Büroquartier realisieren, sagte eine Sprecherin.

Die sogenannte „Spiegel-Insel“, ein 7.750 Quadratmetern großes Areal mit mehreren Bestandsgebäuden, liegt zwischen der Hamburger Innenstadt und Hafencity an der Ecke Willy-Brandt-Straße/Brandstwiete. Markanteste Gebäude auf dem Areal sind das ehemalige Spiegel-Hochhaus sowie das IBM-Hochhaus. Beide Gebäude sind denkmalgeschützt und dürfen nicht abgerissen werden.

Der Hamburger Internetunternehmer Benjamin Storm, der gemeinsam mit einem Investor um das Grundstück mitgeboten hatte, um auf einer "Internetinsel" Raum für die Hamburger Online-Wirtschaft zu schaffen, zeigte sich erstaunt über die Nachricht.

+++Eine Internetinsel für Hamburg an der Brandstwiete+++

Er sei noch vor kurzem in Gesprächen mit Andy Grote, Bezirksamtsleiter von Hamburg-Mitte, gewesen. Man habe auf die Quantum Immobilien AG zugehen wollen, die man als potentiellen Käufer vermutete. Ursprünglich sollte das Bieterverfahren bereits Ende April abgeschlossen sein. "Mit Hochtief Solutions als Käufer haben wir nicht gerechnet", sagte Storm. "Nun muss man sehen, was Hochtief mit dem Grundstück vor hat. Wir werden auf das Unternehmen zugehen, das Konzept Internetinsel ist noch nicht gestorben."

Inwieweit da die Pläne von Storm noch verwirklicht werden, konnte die Sprecherin von Hochtief Solutions nicht sagen. Die Nutzung hänge davon ab, welche Branchen dort angesiedelt werden könnten. Zunächst müsse n Bauanträge zur Revitalisierung der alten Büroräume gestellt werden. "Einen Zeitplan gibt es noch nicht", sagte sie.

Die Spiegel-Insel mit insgesamt fast 22.000 Quadratmetern Mietfläche war seit 2007 im Besitz der IVG. Sie hatte das Ensemble im Paket mit zehn anderen deutschen Büroimmobilien mit insgesamt 62.000 Quadratmetern Gesamtmietfläche für 209 Millionen Euro von der Robert Vogel GmbH & Co. KG erworben.

Die Spiegel-Gruppe war Ende Oktober 2011 ausgezogen, seitdem stehen die Gebäude leer. Die IVG hatte sich zum Verkauf entschlossen, da man seit der strategischen Neuausrichtung selbst keine Immobilienprojektentwicklung mehr betreibe, heißt es.