Kommentar: Schweinegrippe-Impfung

Jeder muss sein Risiko abschätzen

Deutschland ist schön. Hier funktioniert (fast) alles, die Menschen sind (meist) berechenbar. Daran wird ein eher harmloses Virus, das pandemisch um sich greift, nichts ändern. Aber die Deutschen lassen sich gern verunsichern, wenn es auf eine Frage nicht die für alle gültige Antwort gibt: Soll ich mich impfen lassen? Kein Experte kann die in jedem Einzelfall richtige Antwort geben. Denn jeder muss selbst einschätzen, ob er das (vergleichsweise hohe) Risiko einer Schweinegrippe gegen das (eher niedrige) Risiko einer Impfnebenwirkung tauschen will. Ob er im Ansteckungsfall lieber ein paar Tage fiebrig daniederliegt oder im Vorfeld den Piks erduldet und hofft, vom Virus verschont zu bleiben.

Wer jetzt immer noch nicht weiß, ob er sich impfen lässt, kann abwarten, ob es mit der Schweinegrippe wirklich so schlimm wird, dass sich die Impfung als kleineres Übel anbietet. Es ist wie auch sonst im Leben: Wer Flugangst hat, kann mit dem Zug nach Spanien reisen. Nur bitte nicht beklagen, dass die Fahrt so lange dauert.