Bundestagswahl in Hamburg

Hamburgs SPD-Chef gibt auf

Nach Informationen des Abendblatts will Parteichef Ingo Egloff noch heute Olaf Scholz als Nachfolger vorschlagen.

Hamburg. Hamburgs SPD-Chef Ingo Egloff ist nach dem Wahldesaster seiner Partei bei der Bundestagswahl zurückgetreten. „Als Landesvorsitzender trage ich die politische Verantwortung für die schlimme Niederlage der Hamburger SPD bei der Bundestagswahl 2009“, erklärte Egloff am Montag. Die SPD Hamburg war bei der Bundestagswahl am Sonntag auf 27,4 Prozent abgestürzt. Bei der Wahl 2005 erreichte sie noch 38,7 Prozent.

Nach Informationen des Hamburger Abendblatts will Egloff auf der Sitzung des Landesvorstands heute Abend seinen Rücktritt erklären und Bundesarbeitsminister Olaf Scholz als seinen Nachfolger vorschlagen. Die SPD war bei den Zweitstimmen in der Hansestadt erstmals hinter die CDU zurückgefallen. Die Sozialdemokraten konnten nur noch drei der sechs Hamburger Wahlkreise direkt erringen. Unter anderem verlor auch Egloff im Wahlkreis Wandsbek gegen den CDU-Abgeordneten Jürgen Klimke. Olaf Scholz konnte hingegen sein Direktmandat in Altona verteidigen. Scholz war bereits von 1999 bis 2004 SPD-Landesvorsitzender. Ihm wird zugetraut, die Partei in der schwierigen aktuellen Lage zu führen. Der Noch-Bundesminister hat Rückhalt beim linken wie rechten Parteiflügel.