Schwere Datenpanne bei der HSH Nordbank

Kontodaten monatelang an Privatperson gemailt

Der Hamburger Pressefotograf Hartwig Valdmanis erhielt seit Ende vergangenen Jahres E-Mails mit sensiblen Daten von Kunden der HSH Nordbank. Die Informationen sollten eigentlich die Deutsche Wertpapierservice-Bank erreichen und enthielten sowohl die Namen als auch die Guthaben von Bankkunden.

Hamburg. Bei der HSH Nordbank ist es zu einer schweren Datenpanne gekommen. Der Hamburger Pressefotograf Hartwig Valdmanis erhielt seit Ende vergangenen Jahres E-Mails mit sensiblen Daten von Bankkunden. Wie die „Bild-Zeitung“ berichtet, ist die vorerst letzte E-Mail am Montag angekommen. Die Informationen sollten eigentlich die Deutsche Wertpapierservice-Bank erreichen und enthielten sowohl die Namen als auch die Guthaben von Bankkunden.

Valdmanis wandte sich nach eigener Aussage bereits seit vergangenem Jahr mehrfach an Mitarbeiter der HSH Nordbank und informierte diese über die fehlgeleiteten Schreiben. Passiert sei nichts. Ein Mitarbeiter habe ihm gesagt, wenn die E-Mails nicht für ihn bestimmt seien, dürfe er sie nicht lesen.

Die HSH Nordbank habe „unmittelbar nach Bekanntwerden“ der Panne ihre Revisionsabteilung und den internen Datenschutz eingeschaltet, sagte Sprecherin Gesine Dähn dem Abendblatt. „Nach derzeitigem Stand gehen wir von einem irrtümlichen Versand an eine Privatperson aus, der auf ein menschliches Versehen in unserem Haus zurückzuführen ist.“ Man suche aber weiter „mit Hochdruck“ die Fehlerquelle, damit so etwas nicht wieder vorkomme. Auch werde ermittelt, warum die Mitarbeiter nicht früher auf die Hinweise des Fotografen reagierten.