Hamburg

HSH Nordbank ließ Journalisten bespitzeln

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Die HSH Nordbank hatte die Sicherheitsfirma Prevent einem Bericht des "Spiegel" zufolge mehrere Monate lang auf Journalisten angesetzt.

Hamburg. Die HSH Nordbank hatte die umstrittene Sicherheitsfirma Prevent einem "Spiegel"-Bericht zufolge auf Journalisten angesetzt. Das geht aus einer Untersuchung hervor, aus der das Magazin zitiert. Ein Sprecher der HSH Nordbank bestätigte gestern die Existenz des Papiers. "Die Vorkommnisse im Zusammenhang mit Prevent sind sehr bedauerlich", sagte er.

Laut "Spiegel" beauftragte unter anderen der im März entlassene Chefjustiziar Wolfgang Gößmann Prevent im Januar 2009, in Medienkreisen zu ermitteln, wie vertrauliche Informationen aus der Bank an Journalisten gelangen konnten. Prevent habe Redaktionen deutscher Zeitungen "überwacht" und in der deutschen Presseszene ermittelt. Die Aktion unter dem Codenamen "Haubarg" habe von Februar bis November 2009 gedauert und mehr als 640.000 Euro gekostet, heißt es im Magazin "Spiegel" weiter unter Berufung auf das Papier.

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Gößmann ließ in dem Magazin alle Vorwürfe zurückweisen. Er habe von illegalen Aktionen nichts gewusst und sie schon gar nicht unterstützt. Prevent habe ausschließlich den Kontakt zu Journalisten suchen und durch Gespräche herausfinden sollen, von wem geheimhaltungspflichtige Informationen aus der HSH Nordbank herausgegeben wurden.

Es sei unbefriedigend, dass einige Fragen bis heute ungeklärt geblieben seien, sagte der Banksprecher. Ein Grund dafür sei, dass viele Handlungen in diesem Zusammenhang außerhalb der Bank und ihres Zugriffs geschehen seien.