High Noon Studio

Bei diesem Event gab es exklusiv was auf die Finger

Foto: Patrick Piel

Abendblatt-Leserinnen konnten einen Abend lang bei Sekt, Scampi und dezenter Musik begehrten Chanel-Lacke wie "Rouge Noir" testen.

Rotherbaum. Die dezente Hintergrundmusik war kaum noch zu hören. Sie wurde übertönt, von Stimmengewirr und Gelächter, klirrenden Sektgläsern. Schalen mit Scampi und Salat standen auf Tischen in dem großzügigen Atelier bereit. Und nebenan: kleine Fläschchen, gefüllt mit bunten Farben und so klangvollen Namen wie "Khaki Vert" oder "Pearl Drop".

Und genau darum ging es den rund 40 weiblichen Gästen an diesem Abend im "High Noon Studio" - um Nagellack. Wurden früher Tupperpartys und "Sex and the City"-Abende veranstaltet, kreisten die Gespräche um Handtaschen oder Stilettos, trifft man sich mittlerweile zum gemeinschaftlichen Lackieren. Denn das einstige Kosmetikprodukt ist längst zum unumgänglichen Accessoire gereift.

Verantwortlich für das neue Fingerspitzengefühl: die französische Marke Chanel. Lacke wie "Jade 407" oder die Reihe der "Les Khakis" wurden streng limitiert in den Handel gebracht - eine subtile Form des Modediktats, dem man sich scharenweise und nur zu gern unterwarf. Farben wie Chanels gräulicher "Particulière" oder die grellen Töne von den kleineren Marken O.P.I., Uslu Airlines und Ellis sind "Must-haves". Eines, das nicht jeder haben und tragen kann.

Die Leserinnen des Hamburger Abendblatts konnten. Sie nahmen an einem exklusiven Event teil, das gemeinsam mit Chanel lanciert wurde - und bekamen die Möglichkeit, sich von Make-up-Artists einen der begehrten Töne lackieren zu lassen.

Für den Schwarz-Metallic-Ton "Black Pearl", erst ab Januar auf dem Markt, entschied sich etwa Ilkay Gülgün aus Altona, die ihre Freundin Luisa Wegert begleitete. "Ich liebe Nagellack", sagte sie. Der Beweis lagert in ihrem Kühlschrank. Etwa 13 Fläschchen besitzt sie. "Die Farben halten sich gekühlt besser. Da müssen die Lebensmittel schon mal weichen." Eine Premiere dagegen war es für Tanja Knoppe aus Othmarschen. Sie verwendet sonst nur klaren Lack. "Am Sonnabend feiere ich aber Geburtstag, da darf es jetzt mal bunt sein." Juliette Kesten, Studentin aus Eimsbüttel, trägt "eigentlich immer" kräftigen Nagellack. Das sei mehr als Kosmetik, sagt sie. "Das ist Kult." Ihr Favorit: "Rouge Noir". Mit "Pulp Fiction", in dem Uma Thurman ihn auf den Nägeln präsentierte, erlangte die granatschwarze Nuance Weltruhm.

Der jüngste Gast des Abends war der zweijährige Kilian aus Eimsbüttel. Er wollte es seiner Mutter gleichtun - und sich seine Nägel mit "Back Pearl" lackieren lassen. Kleine Männer wissen halt, was gut für sie ist.