Kommentar: Rückenwind für Hamburg

Hamburgs Wirtschaft spürt kräftigen Rückenwind. Immer mehr Unternehmen, die sich mit regenerativen Energien beschäftigen, haben ihr Standbein in der Hansestadt. Nicht nur die großen Konzerne wie Conergy oder Repower fühlen sich an der Alster heimisch, auch zahlreiche kleinere Betriebe zieht es in den Norden. Hamburg setzt verstärkt auf grüne Ökonomie - und das ist eine mehr als weise Entscheidung.

Allein in den kommenden zehn Jahren dürften sich nach aktuellen Studien die Investitionen in erneuerbare Energien bundesweit verdoppeln. Zigtausend zusätzliche Arbeitsplätze werden in dieser Zukunftsbranche hierzulande entstehen, denn die Welt setzt mit Blick auf den Klimawandel auf Windräder, Solaranlagen und Biomasse. Und Hamburg sollte vorne mit dabei sein.

Allerdings muss die Politik alles dafür tun, dass sich nicht nur Forschungs- und Verwaltungsabteilungen in der Stadt ansiedeln, sondern auch Produktionsbetriebe.

Mit der Gründung ihres eigenen Netzwerks (neudeutsch: Cluster) haben die erneuerbaren Energien ihre zunehmende Bedeutung in der Stadt unterstrichen. Hamburgs Wirtschaft ist längst mehr als Schifffahrt und Flugzeugbau. Sie wird bunter und vielfältiger - eine gute Entwicklung.