Missbrauch an Prostituierten

Rückfälligem Sexualstraftäter droht Sicherungsverwahrung

Nach dem Geständnis des Angeklagten droht dem 42-Jährigen Sicherungsverwahrung. Schon 2006 missbrauchte er eine Frau am gleichen Ort.

Neustadt. Eine Sicherungsverwahrung als letztes Mittel im Umgang mit rückfälligen Sexualstraftätern steht auch in einem aktuellen Vergewaltigungsprozess vor dem Landgericht im Raum. Der Angeklagte gestand gestern, er habe einer 42-jährigen Prostituierten am 22. April erst 30 Euro für sexuelle Handlungen angeboten und sie dann im Keller eines Bürogebäudes am Berliner Tor geschlagen und missbraucht. Erst im Oktober 2009 war Kay F., 28, aus der Haft entlassen worden. Nach demselben Muster hatte er sich bereits 2006 an der gleichen Stelle an einer Prostituierten vergangen. "Er ist wie ein Tier über mich hergefallen", sagte das Opfer gestern. Seit der Tat leide sie unter Depressionen. Nach Angaben des Verteidigers von Kay F. kommt für seinen Mandanten auch eine Unterbringung in der Psychiatrie in Betracht.