Konferenz

"Ein großer Erfolg": Social Media Week endet in Hamburg

Mit 125 Sprechern und Referenten in 88 Veranstaltungen endete die Social Media Week diese Woche in Hamburg. Die Veranstalter sind zufrieden.

Hamburg. Facebook und Twitter haben unsere Welt verändert. Aber wie wirkt sich das Internet auf die Staatsführung, auf die Politik insgesamt aus? Um Fragen wie diese drehte sich diese Woche die Konferenz Social Media Week (SMW) in Hamburg. Unter dem Motto „Empowering change trough collaboration“ (etwa: Den Wandel durch Zusammenarbeit ermöglichen) diskutieren die Teilnehmer, welche Chancen Facebook und Twitter Nutzern, Firmen und Politik bieten, aber auch welche Risiken sich auftun. Die jährliche Konferenz fand gleichzeitig in zwölf Städten in aller Welt statt und machte auch erstmals in der Hansestadt Station. Die Veranstalter, die New Yorker Firma Crowdcentric, werteten die Konferenz als vollen Erfolg.

125 Sprecher und Referenten in 88 Veranstaltungen, 5.200 registrierte Besucher und mehr als 3.000 Teilnehmer an den Livestreams bestätigen die Organisatoren: Hamburg darf im Kreise der internationalen Gastgeber-Städte nicht mehr fehlen. Einen persönlichen Willkommensgruß richtete Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz an die Teilnehmer. Er referierte zu dem Thema ’Wertewandel, Social Media und Politik’. Scholz: „Es steht Hamburg als Medienmetropole gut an, dass auch wir an der Social Media Week teilnehmen. Seit Jahrhunderten ist der Hafen Umschlagplatz nicht nur für Waren, sondern auch für Informationen. Ein Knotenpunkt der Kommunikation.“

Zu den Höhepunkten der Veranstaltung zählte auch ein Auftritt von Ben Scott, der als Innovationsberater von US-Außenministerin Hillary Clinton tätig ist und erklärte, wie die Technologie heute die Staatsführung beeinflusst. Einige Vorträge drehen sich um den Einfluss von Facebook und Twitter auf Unternehmen – etwa wie sie mit Schmähungen im Netz, sogenannten Shitstorms, umgehen können. Einen Schwerpunkt legen die Macher zudem auf das Zusammenspiel von Social Media und Kreativberufen, etwa in der Musikbranche.

Zahlreiche Hamburger Unternehmen, darunter die Techniker Krankenkasse, XING, Facebook, Spiegel Online und myTaxi öffneten den Besuchern der Social Media Week ihre Türen, gaben exklusive Einblicke und standen für Diskussionen zur Verfügung. Die Nutzung und Auswirkungen von Social Media auf Geschäftsprozesse und Geschäftserfolg, auf Kommunikation und Gesellschaft wurden dabei ebenso thematisiert wie deren Folgen für die Gesundheit am Beispiel „Social Media Burnout“. Die Veranstaltung sei somit nicht nur für erfahrene Nutzer und Unternehmen gedacht, betonte Mitorganisatorin Sabine Ewald. Die „Welcome“-Veranstaltungsreihe richte sich an Privatnutzer, die im Umgang mit den neuen Medien noch unsicher seien – sie können etwa einen „Social-Media-Führerschein“ machen und sich über die Rechtslage beim Teilen von Inhalten schlau machen. Inzwischen nutzen auch immer mehr Firmen soziale Netzwerke für ihre Zwecke.

(abendblatt.de/dpa)