Urteil

Zehn Jahre Haft für Mord an Taxifahrer

Oldenburg. Wegen der Messerattacken auf zwei Taxifahrer ist ein 20-Jähriger gestern vom Landgericht Oldenburg zu zehn Jahren Jugendstrafe verurteilt worden. Das Gericht sah die Tatbestände des Mordes, der gefährlichen Körperverletzung und des schweren Raubes als erwiesen an. "Nach dem Ergebnis der Hauptverhandlung steht fest, dass der Angeklagte die beiden ihm zur Last gelegten Taten begangen hat", sagte der Vorsitzende Richter zur Begründung. Er tötete im September 2009 einen 58 Jahre alten Taxifahrer und verletzte eine 61-Jährige lebensgefährlich. Der 20-Jährige nahm den Urteilsspruch ohne jede Regung auf.

Das Gericht entsprach damit der Strafforderung der Staatsanwaltschaft. Der Ankläger hatte auf die Höchststrafe von zehn Jahren nach dem Jugendstrafrecht wegen Mordes und versuchten Mordes plädiert. Der 20-Jährige hatte den Angriff auf die Taxifahrerin am 26. September 2009 in Stuhr (Kreis Diepholz) gestanden. Die tödlichen Messerstiche auf den 58-Jährigen einen Tag zuvor in Elsfleth (Kreis Wesermarsch) bestreitet der junge Mann.