Neubau

Grundstein für Ohlsdorfer "Bestattungsforum" gelegt

Auf dem Ohlsdorfer Friedhof ist gestern der Grundstein für ein "Bestattungsforum" gelegt worden. Der Neubau soll neben Feier- und Abschiedsräumen samt Gastronomie auch eine Feuerbestattungsanlage umfassen. Dafür wird auch das seit zehn Jahren stillgelegte, denkmalgeschützte Krematorium saniert und wieder in Betrieb genommen.

Mitte 2011 soll die Anlage mit einer Bruttogeschossfläche von fast 5900 Quadratmetern auf dem weltgrößten Parkfriedhof fertiggestellt sein. Die Gesamtkosten wurden auf 23 Millionen Euro beziffert. Das 1933 eingeweihte Krematorium ist das letzte Klinker-Bauwerk des Hamburger Architekten und Oberbaudirektors Fritz Schumacher (1869-1947).

Zwei neue Gebäude für die Abschiedsräume sollen baulich mit dem Krematorium harmonieren. In ihnen sollen "flexible Feiern" für unterschiedliche Trauergesellschaften möglich sein, einschließlich der Begleitung von Verstorbenen auf ihrem letzten Weg.

Zusätzlich sollen eine Urnenkrypta und ein Kolumbarium für oberirdische Urnenbeisetzungen entstehen. Erstmals für ganz Norddeutschland wird es mit dem "Hamburger Bestattungsforum Ohlsdorf" möglich sein, die Trauerfeier, Einäscherung und Beisetzung an nur einem Tag stattfinden zu lassen. Bislang musste der Abschied durch die Einäscherung unterbrochen werden, was auswärtigen Trauergästen oft die Teilnahme unmöglich gemacht hatte.

Die neue Informationseinrichtung sowie das gastronomische Angebot des Bestattungsforums Ohlsdorf sollen dann allen Bürgern und Friedhofsbesuchern offen stehen.