Leserbriefe

Wehmut und Stolz

"Ein Oldie im Tiefflug durch Hamburg", Abendblatt, 18. Januar

Ihr Bericht über den Umzug des Hansa-Jet-Oldtimers hat in mir Erinnerungen geweckt, die mit etwas Wehmut, aber auch mit Stolz verbunden sind. Als ehemaliger Auszubildender, früher hieß es ja Lehrling, für Flugzeugelektronik habe ich an einigen dieser interessanten Maschinen Anfang der 60er-Jahre auf der Finkenwerder Flugzeugwerft mitarbeiten dürfen. Kurioserweise musste ich später mit meiner Familie bis nach München ins Deutsche Museum reisen, um ihr mein ehemaliges "Werkstück" zeigen zu können. Beim nächsten Treffen des 62er-Jahrgangs werden wir bestimmt Kontakt zum Hansa-Jet-Verein aufnehmen. Vielen Dank für diesen Bericht.

Horst Mahl, per E-Mail

Unbequem

"Stadtplan des Widerstands der Bürger", Abendblatt, 19. Januar

Kritische Bürger waren schon immer unbequem. Doch kennen sie sich häufig besser vor Ort aus als die politisch Agierenden. Als Mitbegründer der Initiative PRO Blankenese ist es zumindest gelungen, einen aufgrund von EU-Fördermitteln geplanten, eigentlich sinnvollen Kreisverkehr an einer allerdings völlig ungeeigneten Stelle zu verhindern. Ohne Bürgerinitiativen und Engagement würde beispielsweise das Süllbergrestaurant nicht mehr existieren, gäbe es keine historische Deichstraße wie auch andere Baudenkmäler, die seitens der Politik den Interessen renditeorientierter Spekulanten geopfert worden wären.

Stefan Bick, per E-Mail

Arbeitsplätze sichern

Radwegenetz durch den Hafen: "Ein Problem ist die Anfahrt", Abendblatt, 19. Januar

Eine Stadt, die kein Geld hat, ihre Straßen und ihr Wegenetz in einem verkehrssicheren Zustand zu halten, und außerdem die Sicherheit der Bürger durch das Zusammenlegen von Feuerwachen aufs Spiel setzt, sollte keine Fahrradwege im Hafen für übertriebene 3,2 Millionen Euro installieren. Schon deshalb nicht, weil durch die exorbitante Höhe der Liegegebühren wohl bald keine großen Schiffe mehr den Hafen anlaufen werden. Und die paar Kümo, die dann noch einlaufen, kann man auch von den Landungsbrücken beobachten. Runter mit den Liegegebühren und damit die Arbeitsplätze im Hafen sichern.

Gotthard Kalkbrenner, per E-Mail

Desolater Zustand

Ich bin eine umweltfreundliche Fußgängerin. Manchmal falle ich hin. Die Fußgängerwege in Wandsbek-Marienthal sind in einem desolaten Zustand. Es sind zwar Warnschilder aufgestellt, dass ich mich wegen der Schlaglöcher vorsehen soll, aber die machen doch etwas ärgerlich. Wieso gibt unser Senat Unsummen aus, um z. B. Radfahrer in den Hafen zu bringen, die Universität zu verlagern usw.?

Marlies Jürgens, per E-Mail

Pöbelei

HSV - SC Freiburg: Die Rückkehr des Torjägers", Hamburger Abendblatt, 18. Januar

Beim Gastspiel gab es für SC-Freiburg-Fans wenig Grund zur Freude. Neben dem erschreckenden Auftritt "unserer" Lieblinge gab es auch außerhalb des Spielfeldes Unerfreuliches. Als SCF-Fans waren wir selbstverständlich mit SCF-Schals und -Mützen für HSV-Fans deutlich zu erkennen. Uns aber deshalb lautstark anzupöbeln, uns mit vollen Bierbechern zu bewerfen und sogar bewusst anzurempeln, werten wir als primitiv. Dieses Verhalten ist nicht akzeptabel. Beim FC St. Pauli wären diese Vorgänge schlicht undenkbar. Da wird zwar rumgeblödelt, aber es bleibt beim ironischen verbalen Schlagabtausch.

Manfred Scholz, per E-Mail

Diese Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten. Weitere Briefe auf www.abendblatt.de

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