Statistik: Grundstückspreise sinken

Bauen in Hamburg günstiger geworden

Bauen ist in Hamburg wieder billiger geworden. Im Durchschnitt kostete 2008 ein Quadratmeter baureifes Land 582 Euro. Ein Jahr vorher waren es noch 663 Euro.

Grund für die Preissenkung ist, sagen Experten, vor allem der Wegfall der Eigenheimzulage, außerdem die sich verschlechternde Wirtschaftslage. Die Nachfrage ist gesunken.

In Hamburg ist im Vergleich der Bundesländer Bauland dennoch mit großem Abstand am teuersten. Mit weitem Abstand folgt Berlin auf Platz zwei (276 Euro im Durchschnitt pro Quadratmeter). Als erstes Flächenland folgt Bayern (227 Euro proQuadratmeter).

"Die Statistik ist so natürlich ein Muster ohne Wert", sagt Eckart Tiede von der LBS Hamburg. Bayern und Hamburg könne man eben aus dem Grund nicht vergleichen, weil die begrenzte Fläche einer Stadt zu verstärkter Nachfrage nach einzelnen Grundstücken führe. In der Statistik der großen deutschen Städte liegt Hamburg im Preis-Mittelfeld. In Stuttgart kostet der Quadratmeter 835 Euro(Zahl von 2007), in Frankfurt 721 Euro, in München sogar 924 Euro. Düsseldorf (381 Euro), Köln (294, Euro) und Hannover (235 Euro) sind deutlich billiger.

Und auch im Umland seien die Grundstücke teilweise wesentlich billiger, "trotzdem wollen unsere Kunden zunehmend in die Stadt zurück", sagt LBS-Experte Tiede.

Die Nachfrage ist also grundsätzlich da. "Aber in Hamburg geeignetes Bauland zu finden, ist eben schwer", erklärt Tiede. Die Stadt müsse mehr Bauland ausweisen. "Hamburg ist Metropolregion, hier hat Bauland traditionell seinen Preis", sagt Peter Uhlenbroock vom Hamburger Grundeigentümerverband. Hamburgs "restriktive Bodenpolitik" sieht er kritisch, "6000 Wohneinheiten pro Jahr sollen gebaut werden, das sind dann meistens Mietwohnungen wegen des geringeren Flächenverbrauchs".

Bauland für Einfamilienhäuser gibt es vor allem an der Peripherie: in Duvenstedt, Wilsdorf, Volksdorf, Ohlstedt oder Eißendorf. Uhlenbroock: "Dort ist Bauland auch vergleichsweise preisgünstig."