Leserbriefe

Nicht normal

"HSH-Bleibeprämie: Die Opposition schäumt", Hamburger Abendblatt, 12. August

Hanebüchen ist das, was sich Dirk Jens Nonnenmacher erlaubt. Ohne das 13 Milliarden schwere Rettungspaket von Hamburg und Schleswig-Holstein wäre die HSH Nordbank doch schon lange insolvent. Es spottet jeder Beschreibung, dass Herr Nonnenmacher fast drei Millionen extra erhalten hat und nun aus Staatsgeldern auch noch Bleibeprämien auslobt. In Zeiten, in denen jeder froh ist, dass er überhaupt einen Arbeitsplatz hat, in Zeiten, in welchen keiner freiwillig geht, es sei denn, er hat riesiges Glück, solche Prämien auszuloben, das ist nicht normal. Woher wären die Gelder gekommen, hätte es kein Rettungspaket gegeben und die HSH-Nordbank wäre pleite?

Albert Weisshaar, Hamburg

Allgemeingültig

Kommentar "Merkel muss einen Zahn zulegen", Hamburger Abendblatt, 12. August

Wieso eigentlich wird von allen Seiten ein endlich beginnender Wahlkampf eingefordert? Wieso müssen sich die Parteien platzieren und klar voneinander abgrenzen? In Krisenzeiten sind die Themen allgemeingültig, denn Krisen sollten bewältigt werden und damit im entsprechenden Fokus jeder Partei stehen. Ich glaube eher, dass die Wählerschaft es leid ist, sich ständig leere Versprechungen anhören zu müssen, nur damit eine Abgrenzung erkennbar wird. Der Wähler ist nicht dumm. Er durchschaut diesen wahltaktischen Aktionismus der Parteien. Das ist der Grund für sinkende Wahlbeteiligungen, nicht die weitgehende Übereinstimmung überzeugender Inhalte.

Frank Grundmann, per E-Mail

Diese Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten.

An das Hamburger Abendblatt, Brieffach 2110, 20350 Hamburg, E-Mail: briefe@abendblatt.de