Streitpunkt Elbphilharmonie

Oberbaudirektor Walter fordert, Finanzprobleme schnell lösen

Die Finanzprobleme bei dem geplanten Bau der Elbphilharmonie müssen schnell gelöst werden, im Interesse der Stadt. Das forderte Oberbaudirektor Jörn Walter gestern vor Mitgliedern des Lions Clubs Hamburg-Alster im Hotel Atlantic.

Hamburg. Vor den hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft sagte Walter: "Die Beteiligten müssen sich schnell zusammensetzen und für alle eine zufrieden stellende Lösung finden, dann könnte die Elbphilharmonie möglicherweise auch früher fertig werden." Der Streit um die Finanzen bei dem Bau des Prestige-Vorhabens in der Hafencity hatte unlängst für Wirbel gesorgt. Hintergrund: Wie berichtet, wird das Konzerthaus, das ursprünglich 241 Millionen Euro kosten sollte, möglicherweise mehrere Hundert Millionen teurer. Die Elbphilharmonie habe eine Schlüsselrolle, sei ein Wahrzeichen für die Stadt, "schon jetzt mit einer enormen internationalen Außenwirkung", sagte Walter am Rande dem Abendblatt. "Viele Hamburger wünschen sich die Elbphilharmonie." Dirk Völkel, Präsident des Lions Clubs Hamburg-Alster, nannte das Projekt "eine Herkulesaufgabe". Walter erläuterte in seinem Vortrag die wichtigsten Pfeiler des Projekts "Wachsende Stadt". Das größte städtebauliche Projekt seien derzeit die Baumaßnahmen zwischen Neumühlen und Övelgönne, wo bis zum Jahr 2020 auf einer Länge von acht Kilometern die Uferfront neu bebaut wird, moderne Gebäude entstehen. Walter: "Dort wird Hamburg ein ganz neues Gesicht bekommen." Aber auch der "Sprung über die Elbe", die Bauprojekte in Wilhelmsburg seien wichtig, ebenso, neue Bildungsstätten zu schaffen. So soll voraussichtlich im kommenden Jahr der Bau der neuen Hafencity-Uni beginnen.