Öffentliches Interesse ist gerechtfertigt

Frau von Günther Jauch verliert Prozess in Hamburg

Nach der Heirat des Fernsehmoderators und seiner Thea im Juli 2006 hatte die Illustrierte „Bunte“ ein Hochzeitsfoto veröffentlicht, das dem Paar so gar nicht schmeckt. Jauchs Frau, Thea Sihler, klagte - zu Unrecht, wie das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) jetzt bekannt gab.

Hamburg. "Die Klage wurde in vollem Umfang abgewiesen", sagte eine OLG-Sprecherin am Donnerstag in Hamburg (Az.: 7 U 11/08). Sie bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom selben Tag. "Der Senat hält die Wort- und Bildberichterstattung nicht für rechtswidrig." Die Revision zum Bundesgerichtshof wurde nicht zugelassen. Sihler hatte verlangt, dass das Foto von ihrer Hochzeit nicht erneut veröffentlicht werden darf. Außerdem forderte sie eine Geldentschädigung von mindestens 75 000 Euro und eine Lizenzzahlung von 250 000 Euro.

Das Landgericht Hamburg hatte Jauchs Ehefrau im Januar in erster Instanz noch eine Entschädigung von 25 000 Euro zugesprochen und verboten, das Foto erneut zu verwenden. Die Lizenzklage allerdings wurde abgewiesen. Dagegen hatten Sihler und die "Bunte" Berufung eingelegt. Das OLG hob das Urteil nun teilweise auf. Die schriftlichen Urteilsgründe liegen noch nicht vor.

"Bunte"-Anwalt Marcus Herrmann erklärte dazu am Donnerstag: "Das Oberlandesgericht Hamburg hat damit zu Recht einen Angriff auf die Pressefreiheit abgewehrt und das überragende öffentliche Interesse gewürdigt, welches an den näheren Umständen der Hochzeit eines der prominentesten inländischen Medienstars besteht."

( dpa )

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