Zentrum für Laser-Forschung in Bahrenfeld wird erweitert

49 Millionen Euro für neues Uni-Gebäude

Der Forschungscampus der Universität in Hamburg-Bahrenfeld wird um einen zusätzlichen Neubau für das Zentrum für Laser-Forschung erweitert. Dafür gab der Senat jetzt 49 Millionen Euro frei.

Hamburg. Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach (CDU) sagte, bis zu 14 Millionen Euro davon übernehme voraussichtlich der Bund. Beginn für das rund zweieinhalb Jahre dauernde Bauprojekt sei noch in diesem Herbst. Die Präsidentin der Universität Hamburg, Prof. Monika Auweter-Kurtz sagte: "Ich bin sehr froh und glücklich, dass der Startschuss gegeben wurde."

Das Zentrum für die Freie-Elektronen-Laser-Forschung ("Center for Free-Electron Laser Science" (CFEL)) war im Oktober 2007 vom Senat beschlossen worden und nahm im Januar seine Arbeit auf. Es wird von der Universität Hamburg, dem Forschungszentrum DESY und der Max-Planck- Gesellschaft gemeinsam betrieben. Zuvor hatten sich der Bund, Hamburg und das Land Schleswig-Holstein bereits über den Bau des rund eine Milliarde Euro teuren Röntgenlasers XFEL verständigt.

Universitäts-Präsidentin Auweter-Kurtz betonte: "Mit dem Forschungszentrum CFEL schaffen wir exzellente Bedingungen für die Forschung an und mit Röntgenlasern." Dabei gehe es sowohl um die Untersuchungen über den Zustand von Materie als auch um den Ablauf chemischer Reaktionen. Auch in der Medizin rechne sie mit großen Fortschritten. Insgesamt sollen an dem Zentrum rund 300 Forscher interdisziplinär zusammenarbeiten. Die Fachrichtungen reichten dabei von der Biologie über die Physik und die Chemie bis hin zur Medizin.

Der Neubau soll einmal auf rund 8500 Quadratmetern Nutzfläche Labore, Büros, Konferenzräume, eine Experimentierhalle und eine Cafeteria beherbergen. Ein zentrales Foyer mit offener Raumstruktur soll die verschiedenen Nutzungsbereiche verbinden.