Hamburger Innenbehörde

Islamist abgeschoben

Hamburg hat den 37 alten Saber G. zurück nach Algerien geschickt. Dabei spielte G. zuvor mit den Behörden Katz und Maus. Der Polizei war er unter insgesamt elf verschiedenen Personalien bekannt. Innensenator Christoph Ahlhaus lobte die Abschiebung des vermeintlichen Extremisten.

Hamburg. Die Hamburger Innenbehörde hat gestern einen weiteren Islamisten abgeschoben. Der 37-jährige Algerier Saber G. wurde nach Beendigung einer Untersuchungshaft in Abschiebehaft genommen und zum Flughafen Frankfurt gebracht. Von dort aus wurde er nach Algier abgeschoben. Saber G. unterhielt nach Erkenntnissen der Innenbehörde Kontakte zur islamistischen Szene in Hamburg, unter anderem zu zwei inzwischen ebenfalls ausgewiesenen, ehemals als Gefährder eingestuften gewaltbereiten Islamisten. G. hielt sich auch oft in der Al Quds-Moschee auf. Die Moschee liegt am Steindamm in St. Georg. Der Algerier wurde in Hamburg straffällig und verstieß häufig gegen ausländerrechtliche Bestimmungen. Er versuchte, seine Identität gegenüber den Sicherheitsbehörden zu verschleiern: Der Polizei war er unter insgesamt elf verschiedenen Personalien bekannt.

Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus: "Wir werden auch künftig mit aller Konsequenz gegen Islamisten vorgehen. Diese Leute sind Feinde unserer Demokratie. Wer unsere Gastfreundschaft für seine extremistischen Aktivitäten missbraucht, hat in unserer weltoffenen Stadt Hamburg und in Deutschland nichts zu suchen. Ich freue mich, dass bei der gestrigen Abschiebung Ämter der Behörde für Inneres und des Landes Schleswig-Holstein sowie das Bundesinnenministerium so gut zusammengearbeitet haben."

Mit der Abschiebung von Saber G. haben seit 2003 insgesamt 17 ausländische Islamisten Hamburg verlassen müssen, gegen die die Innenbehörde ausländerrechtliche Maßnahmen verfügt hat eine Person im Jahr 2003, vier Personen im Jahr 2004, vier im Jahr 2005 (darunter der Terrorverdächtige Mzoudi), drei Personen im Jahr 2006, zwei Personen im Jahr 2007 und zwei Personen im Jahr 2008. Weiterhin wurde 2005 ein Mann mit islamistischem Hintergrund zwangsweise abgeschoben.