Leser-Meinung: So wird die Stadtbahn ein Erfolg

Vernünftige Lösung

Jetzt hat sich um das aufgeregte Hin und Her zur sogenannten Stadtbahn endlich einmal ein Fachmann zu Wort gemeldet und vernünftige und vor allen Dingen mach - und finanzierbare Modelle vorgeschlagen, damit die bisher vom öffentlichen Nahverkehr stiefmütterlich behandelten Stadtteile wie zum Beispiel Jenfeld und Steilshoop eine Bahnverbindung erhalten können. Dieser Vorschlag entspricht im Kern ungefähr der jetzt praktizierten Verfahrensweise bei der Hamburger S-Bahn die innerhalb Hamburgs ihren Strom aus Stromschienen am Erdboden bezieht und Richtung Niedersachsen auf Strombezug per Oberleitung umschaltet. Es macht sehr viel Sinn, kein ganz neues System wie eine unabhängige Straßenbahn = Stadtbahn einzuführen sondern das jetzige U-Bahn-System zu erweitern. Im Interesse Hamburgs und der öffentlichen Finanzen kann man nur hoffen, sich die Politiker auf diese vernünftige und kostensparende Version einigen.

Helmut Jung, 22391 Hamburg

Mir fehlt der Glaube Tolle Ideen, die Herr Elste da verbreitet. Jedoch fehlt mir persönlich der Glaube daran, dass wirklich eine Stadtbahn kommt. Sollte sie jedoch kommen fehlt mir persönlich noch eine Nordtangente, die beispielsweise die Endstation der U2 (Niendorf Nord oder auch Niendorf-Markt) mit Langenhorn Markt (U1) und dann weiter bis nach Volksforf (ebenfalls U1) fahren würde. Dann bräuchte man nicht so eine Ewigkeit um dahin zu gelangen, bzw. dauernd in irgenwelche Buslinien umzusteigen. Diese Nordtangente könnte dann auch in westlicher Richtung an die Anschlußstelle Arena (Volkspark) angebunden werden. Dann hätte man so etwas ähnliches, wie einen echten verbindenden Ringverkehr. Ein weiterer Aspekt ist ja auch die Finanzierung der ganzen Strecken, denn wie es Studien beweisen, kostet ein Kilometer U-Bahn so viel wie ca. 50 Km Stadtbahn. Ein meiner Meinung nach nicht zu vernachlässigender Faktor.

Jörg Thyroff, Norderstedt

Sorgfältig rechnen Wenn Hamburg denn unbedingt eine Stadtbahn braucht, dann sollte es eine finanziell sinnvolle Lösung sein. Die Koppelung an ein vorhandenes System wie die U-Bahn erscheint unter diesem Aspekt sehr geeignet. Und, liebe Politiker und Planer: seid ehrlich zu uns Bürgern, rechnet sorgfältig und klärt die Risiken vorher - nicht wie gerade bei der Elbphilharmonie. Dann bekommen wir auch wieder Vertrauen zu euch!

Steffen Mühlke, Hamburg

Geringerer Verbrauch der Energieverbrauch von Straßenbahnen ist um 75% geringer als der von Omnibussen, entsprechend vermindern sich die Umweltbelastungen (Feinstaub!). In vielen Städten handelt man danach, so wird z. B. das Straßenbahnnetz in Paris und London mit großem Erfolg betrieben und erweitert. In Hamburg sollte unbedingt die Hafencity durch eine Straßen-(Stadt-)bahn erschlossen werden, denn die geplante U-Bahnstrecke liegt so tief, daß in der Nähe der Elbphilharmonie überhaupt keine Haltestellen möglich sind. Mit freundlichen Grüßen Hermann Hoyer, Hamburg

Sprache verschlagen Günter Elste von der Hochbahn AG hat recht: Nur eine möglichst kurze Strecke mit einer Stadtbahn ohne Umsteigen direkt ab einer nahe gelegenen U-Bahn-Station führt zum Umsteigen vom Auto auf die Bahn, wie z. B. ab Dehnhaide nach Steilshoop. Was sollte denn wohl eine Stadt- (sprich: Straßen-) Bahn, die vom Hauptbahnhof über Winterhude und den Stadtpark über die verkehrsreichen Straßen schleicht, an Zeitersparnis und Bequemlichkeit bringen??? Dass sich die GAL, die ja viele studierte (=kluge?) Parteimitglieder hat, vor etlichen Jahren schon so einen Quatsch ausgedacht hat, verschlug mir glatt die Sprache, als ich es vor einigen Wochen in ihrer Zeitung las! Dann kann ich auchnach 30 Jahren noch 2 oder 3 Jahre länger auf eine Schnellbahn nach Steilshoop oder vielleicht ja sogar Bramfeld warten.

Gerda Horn, Hamburg