Leserbriefe

Erstaunt betr.: Spitzennote für Hamburg, HA 22.01.08 Ich bin einigermaßen erstaunt, wie sehr positiv dargestellt werden kann, was bei genauem Hinschauen weder wirklich positiv ist und was auch bei ganz genauem Hinschauen nicht wirklich verständlich erscheint. Wie kann es angehen, dass die Schüler-Lehrer-Relation immer besser wird, wenn es immer weniger Lehrer und immer mehr Schüler gibt? Bei einer Zahl von 30 Erstklässlern in einer Klasse mit einer Klassenlehrerin und rechnerischen 16,1 Schülern pro Lehrer/in fehlt mir dafür das Verständnis es muss also irgendwo Klassen mit nur sehr wenigen Kindern geben, die diesen Durchschnitt ermöglichen. Was mir aber viiiel wichtiger wäre als schöne Relationszahlen wären zufriedenstellende Angaben über Unterrichtsqualität und über nicht von Verwaltungsarbeit überlastete Lehrer/innen, die dann wieder Zeit für ihre Schüler/innen haben und motiviert außerschulische Aktivitäten anpacken.

H.Rüsbüldt Hamburg

Rätselseite Guten Tag, ich behaupte, dass der Layouter der Rätselseite kein Sudoko-Fan ist! Ich jedoch freue mich jeden Tag erst darüber, um dann ein paar Sekunden später wieder darüber zu ärgern, dass die oberste Zeile (sowie die oberste Zeile des Schwedenrätsels) in der Falte liegt und man daher schwer dort schreiben kann.

Es wäre für alle Rätsellöser viel praktischer, wenn die oberste Zeile beider Rätsel ein Ideechen tiefer wäre - da ist m.E. genug Platz dafür auf der Seite. Danke.

Mit freundlichen Grüßen Dina Deutschmann Hamburg

Leserbrief von Heute, Seite 21 "Eine Stadt versteht die Welt nicht mehr."

Die Empörung, die Wut der Gekündigten ist wohl jedermann verständlich. Aber an die Zahlung der Subventionen von Bund und Ländern war allein die Bedingung geknüpft, 5 Jahre im Lande zu bleiben. Und diese Zeit ist um. Frankreich verlangt 10 Jahre und England 15 Jahre. Nokias Handlungsweise kann man in moralischer Sicht bedauern. Aber Nokia handelt den Vereinbarungen entsprechend aber nicht illegal. Schuld an dem ganzen Elend, das jetzt über 3000 Menschen kommt, ist die sträfliche Kurzsichtigkeit deutscher Politik. Und wenn sich dann Herr Rüttgers unter die Demonstranten mischt, dann ist er dort völlig fehl am Platze. Wilfried Haase Hamburg

Kritik Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin Abonnent Ihrer Zeitung und stelle immer öfter mit Bedauern fest, dass die sprachliche Qualität immer häufiger vor Ungenauigkeiten bis hin zu echten Falschaussagen "strotzt". Hier nur zwei Beispiele aus der heutigen Ausgabe, die mich veranlassen Ihnen zu schreiben: Überschrift zum Leitartikel "Mehr Geld?..." Hier tauchen drei Fehler (!!!) in einer Überschrift auf. Das habe ich selten in einer Zeitung erlebt! 1. Die Pendlerpauschale wurde gerade nicht gekürzt (wie Ihr Schaubild ja auch zeigt)

2. "verfassungswidrig" kann sie (noch) gar nicht sein, weil das Urteil des Bundesverf. Gerichts noch aussteht

3. Pendler können noch gar nicht hoffen, wie z. B. die "Sueddeutsche" heute darlegt - denn sie könnte ja auch ganz entfallen.

Dann blättere ich auf Seite zwei und sehe gleich bei der Bildunterschrift (Frau Merkel mit Bill Gates) den ersten Grammatikfehler: hier muss es nach dem Komma heißen: (die Initiative...)...mit deren Hilfe!!! Und nicht dessen Hilfe...

Weiterhin stelle ich in Ihrer Zeitung mehr und mehr deutliche Tendenzen hin zu einer CDU-wahlkampffreundlichen-Berichterstattung fest. Man nehme hierzu nur das jüngst erschiene Beispiel des Jüttner-Zitates über das Privatleben von Herrn Wulff, das für eine Schlagzeile taugte, obwohl es von seiner Frau Gemahlin kam...

Um auch etwas Gutes zu sagen: Ihre Themenauswahl, insbesondere zur Hamburger Wirtschaft und zu lokalen Themen finde ich gut!

Ich hoffe sehr, dass meine Kritik etwas Positives bewirkt!

Beste Grüße Roland Bohl Hamburg

Kommentar vom 23.1. Sehr geehrter Herr F. Kain. In Ihrem Kommentar gestern den 23.01.08. " Der Aufschwung kommt unten an", schrieben Sie zum Schluß: Doch mit Zerrbildern zu arbeiten, die mit der Realität nichts zu tun haben, ist unredlich u.s.w. Wenn Sie heute im Abendblatt die Leserbriefe über die tatsächlichen Klassenstärken an Hamburger Schulen lesen würden, müßten Sie erkennen, dass die Realitäten von denen Sie schrieben, ganz anders sind. Hier stellt sich doch die Frage wer mit Zerrbildern arbeitet. Gerade ein Abendblatt Kommentator müßte inzwischen gemerkt haben,dass die jetzige Regierung in Hamburg immer mit geschönten Statistiken an die Öffentlichkeit geht, wie zuletzt auch die Justizbehörde unter C. Lüdemann. Das Abendblatt und das Hamburg-Journal (NDR3) haben sehr häufig in der letzten Zeit groß über die Kinderarmut, der Armut unter vielen Rentner und anderen Armen in Hamburg berichtet wobei auch Suppenküchen beschrieben und gezeigt wurden. Michael Naumann als Aufmerksamer Bürger dieser Stadt, dem ist das im Gegensatz zu Ihnen, nicht entgangen. Auch das ist Wahlkampf.

H-G.Trumpfheller. Hamburg