SPD-Eimsbüttel: Osterstraße ohne Ampeln und Schilder

Geht es nach dem Willen der SPD-Fraktion Eimsbüttel, soll das Konzept "Shared Space" auch bald in der Osterstraße angewandt werden. Wie das Abendblatt berichtete, will der Bezirk Hamburg-Mitte das Verkehrskonzept des niederländischen Experten Hans Mondermann gemeinsam mit den Anwohnern an der Langen Reihe umsetzen.

Fuß- und Radwege würden ebenso verschwinden wie Zebrastreifen, Verkehrszeichen und Ampeln. Es würde nur noch eine gesamte Fläche geben, ohne Markierungen - Ausnahmen sind Markierungen für Sehbehinderte und Blinde - sowie Bordsteine. Autofahrer, Radler und Fußgänger würden sich den Verkehrsraum gleichrangig teilen. Anne Schum, SPD-Sprecherin im Kerngebietsausschuss Eimsbüttel, sieht in dem Konzept eine Chance, das Verkehrschaos auf der Osterstraße zu beheben. "Der überbordende Schilderwald, die uneinheitliche Gestaltung und die Reglementierung ist uns schon lange ein Dorn im Auge", sagt Anne Schum. Die schwierige Verkehrssituation zwinge zu raschem Handeln. "Wir wollen ein Konzept, in dem jeder auf jeden achtet und alle diese beliebte Einkaufsstraße entspannt nutzen können." Das Konzept "Shared Space" mit seinen Grundlagen der gegenseitigen Rücksichtnahme und Selbstverantwortung sei dafür ideal.