Live Earth: Der Bürgermeister präsentiert Konzert-Details

Beust will diese Weltstars holen

Sicher ist: Balladen-Königin Katie Melua wird bei dem Ereignis in Hamburg, das am 7. Juli weltweit via Satellit übertragen wird, dabei sein.

Bürgermeister Ole von Beust (CDU) persönlich will diesen Mittwoch Details zum größten Benefiz-Konzert aller Zeiten, "Live Earth", bekannt geben. Außerdem will er einen internationalen Musik-Star präsentieren, der dann auch am 7. Juli, zwischen 16 und 23 Uhr, in der Hansestadt auftreten soll. Hamburg hatte vor Berlin den Zuschlag für das einzige Deutschland-Konzert in der von Ex-US-Vizepräsident Al Gore initiierten Klimaschutz-Konzert-Serie erhalten. Bis zur Pressekonferenz am Nachmittag sollte alles streng geheim bleiben - vor allem die Namen der internationalen und nationalen Künstler. Das Abendblatt erfuhr aber bereits vorab, dass Balladen-Königin Katie Melua ("Piece By Piece") für Hamburg zugesagt hat.

Auch der Auftritt von Herbert Grönemeyer - der bereits am 23. und 24 Juni ein Konzert in der Stadt gibt - gilt als so gut wie sicher. Auch deutsche Sänger und Bands wie Xavier Naidoo, Silbermond, Die Ärzte und Sportfreunde Stiller sollen mit von der Partie sein. Viel spannender sind jedoch die Namen der internationalen Künstler. Sie sollen rund 45 000 Zuschauer in die AOL-Arena - die künftig HSH-Nordbank-Arena heißen wird - locken. Heiß gehandelt werden die kolumbianische Sängerin Shakira ("Hips Don't Lie") und US-Pop-Röhre Pink ("God Is A DJ").

"Absichtserklärungen gibt es einige, vor allem die deutschen Künstler wollen alle bei dem Musik-Spektakel dabei sein", verrät ein Insider. Doch nicht jeder erfüllt die Kriterien der Live-Earth-Organisatoren. In den rund 60 Seiten umfassenden "Green Standards", die dem Abendblatt vorliegen, sind auch Hinweise für die Künstler verankert: Sie sollen demnach grundsätzlich darauf achten, ihre Tourneen umweltfreundlich zu organisieren, Auftrittsorte effizient aneinanderzureihen, um unnötige Wege zu vermeiden. Oder Konzerte bei Tageslicht spielen, um Extrakosten für den Strom zu verhindern. Vor allem aber sollen die Künstler ihren Einfluss für den Klimaschutz nutzen und dies auch durch ihr eigenes Verhalten vorleben.

Mit dem Live-Earth-Konzert will Al Gore eine Massenbewegung für den Klimaschutz in Gang setzen. Neben Hamburg gibt es weitere Konzerte in New York, London, Sydney, Tokio, Shanghai, Johannesburg und Rio de Janeiro.