Olympia lohnt sich für Hamburg

Kommentar

Über Kosten und Nutzen Olympischer Spiele in Hamburg allein anhand grob kalkulierter Zahlenwerke zu streiten wäre zu kurz gesprungen. Doch selbst diese scheinen zu belegen: Die Ausrichtung des größten Sportfestes der Welt ist inzwischen ein lukratives Geschäft. Und das sofort, nicht erst, wenn Generationen später die zunehmende Masse von Besuchern der Stadt kräftige Steuermehreinnahmen beschert. Olympia lohnt sich. Das haben Wirtschaft, Handelskammer und alle politischen Parteien längst erkannt. Der Bevölkerung muss dies noch vermittelt werden. Vor allem von ihrer überwältigenden Zustimmung hängt national und international der Zuschlag ab. Für das Internationale Olympische Komitee (IOC) bleibt die Akzeptanz der Einwohner eines der wichtigsten Kriterien. Olympische Spiele sind für die Entwicklung und das Image der gastgebenden Region ein unschätzbarer Katalysator, der nicht nur in Ausgaben und Einnahmen gemessen werden darf. Jede Stadt, die sich Projekte dieser Größenordnung anzupacken traut, demonstriert Konkurrenzfähigkeit, Kreativität und Kraft - und das Selbstbewusstsein ihrer Menschen. Diese Botschaft geht um die Welt, jahrelang. Sie wäre für Hamburg unbezahlbar.