Sicherheitsstufe eins für den Staatsgast Wen Jiabao

Wenn der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao heute gegen 17.45 Uhr auf dem Flughafen Fuhlsbüttel landet, gilt für die Polizei in Hamburg Sicherheitsstufe eins: Jiabao, der mit großer Delegation im Schlepptau kommt, gilt als gefährdet. Offiziell gibt sich die Polizei zwar zugeknöpft: "Über Sicherheitsmaßnahmen bei Staatsbesuchen geben wir grundsätzlich keine Auskunft", sagte Sprecher Ralf Meyer. Als sicher gilt aber: Hunderte Polizeibeamte werden bis zur Abreise am Donnerstagmorgen in der Hansestadt für die Sicherheit des chinesischen Gastes sorgen.

Dazu gehören auch die Personenschützer und Scharfschützen des Mobilen Einsatzkommandos, die sich etwa auch um Jiabao kümmern, wenn er in einer Suite des Atlantic-Hotels mit Alsterblick nächtigt. Gewalttätige Demonstrationen werden zumindest bislang nicht befürchtet: Mitglieder der Falun-Gong-Sekte haben friedliche Proteste angekündigt, auch die Gesellschaft für bedrohte Völker ruft zu Demonstrationen gegen Jiabao auf. Und nach Angaben der Polizei wird es bei dem Besuch auch höchstens zu kurzfristigen Straßensperrungen für die Wagen-kolonne des Staatsgastes kommen.

Das Besuchsprogramm des Ministerpräsidenten im Einzelnen:

17.45 Uhr: Ankunft in Fuhlsbüttel und Begrüßung durch Bürgermeister Ole von Beust (CDU).

18.15 Uhr: Begrüßung durch Staatsrat Reinhard Stuth vor dem Hamburger Rathaus.

18.30 Uhr: Eintragung ins Goldene Buch der Stadt im Phoenixsaal.

18.45 Uhr: Ehrengast beim Eröffnungsdinner der Wirtschaftskonferenz "Hamburg Summit: China meets Europe" im Großen Festsaal des Rathauses - veranstaltet von der Handelskammer. Reden des Bürgermeisters, des Handelskammerpräses Karl-Joachim Dreyer, des Bundeswirtschaftsministers Michael Glos, des Ex-Kanzlers Helmut Schmidt und Ministerpräsidenten Wen Jiabao.

Gegen 21 Uhr: Eintrag ins Gästebuch der Handelskammer.