Der Tod des Dealers Achidi John

Wenige Monate, nachdem Ronald Schill in Hamburg Innensenator wurde, starb am 9. Dezember 2001 der als Intensivdealer polizeibekannte Achidi John bei einem der zunächst durchschnittlich 20 Brechmitteleinsätze pro Monat, die noch von der SPD in der Hansestadt eingeführt worden waren. Als sich der Ghanaer, der eigentlich Michael Nwabuisi heißt, weigerte, den Ipecacuanha-Sirup zu trinken, wurde er ihm durch einen Plastikschlauch eingeführt. Minuten später fiel er in ein Koma, aus dem er nicht mehr erwachte. Die Ermittlungen stellte die Staatsanwaltschaft 2002 ein, als feststand, daß der Tod durch einen Herzfehler verursacht worden war, den die Ärzte nicht hätten feststellen können. Der Fall sorgte für Proteste der linken Szene. Der Platz vor der Roten Flora im Schanzenviertel wird seitdem "Achidi-John-Platz" genannt.