Alster-Drache nimmt Form an

Seit dem Wochenende sind sie überall in der Stadt zu sehen - die Plakate für "China Time", das große China-Festival in Hamburg (13. September bis 1. Oktober, rund 200 Veranstaltungen). Absoluter Hingucker: der riesige chinesische Kupferdrache auf der Binnenalster. Was bislang nur eine Fotomontage ist, soll schon bald Realität sein. Denn Organisator Knut Terjung ist es gelungen, den Vorstandsvorsitzenden der Norddeutschen Affinerie, Werner Marnette, für sein Projekt "Drachenkind" zu gewinnen.

Seit Januar entsteht das Wahrzeichen für "China Time" im Atelier des Unternehmens. Der gewaltige Kopf des Drachen wurde bereits auf das Skelett aus Edelstahl geschraubt. Marnette ließ für den traditionellen chinesischen Glücksbringer rund fünf Tonnen Kupfer bereitstellen und engagierte für die aufwendigen Schweißarbeiten den polnischen Künstler Adam Ostrowski. Der verspricht, daß das sieben Meter lange und vier Meter hohe Reptil rechtzeitig fertig wird, und sagt: "Ich möchte einen Drachen schaffen, den die Menschen mögen." Marnette ist überzeugt, daß es dazu kommt: "Das Vorbild steht im kaiserlichen Sommerpalast in Peking. Als Knut Terjung mir vorschlug, ihn in Hamburg nachbauen zu lassen, habe ich sofort zugesagt. Der Materialwert liegt bei 30 000 Euro, der ideelle Wert ist weit höher. Wir unterstützen das China-Forum gern. Und der Drache ist auch eine wunderbare Werbung für den Werkstoff Kupfer."

Marnette dankt Bürgermeister Ole von Beust, daß er die Genehmigung gegeben hat. "Das war sehr unkompliziert." Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht: Als im Frühjahr entschieden werden mußte, ob die Bar Cius auf der Binnenalster einen Ponton aufstellen darf, gab es darüber senatsintern Auseinandersetzungen. Denn der Fluß soll nicht mit Pontons zugestellt werden.