Rätsel um Mord an Prostituierter

Staatsanwaltschaft: 1500 Euro Belohnung ausgesetzt

Wer erstach Karin Hildebrandt-Rose? Für die Kripo ist der Mord an der Prostituierten auch zwei Wochen nach der Tat noch rätselhaft. Die Staatsanwaltschaft hat eine Belohnung von 1500 Euro für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ausgesetzt.

In den Mittagsstunden des 20. Dezember war Karin Hildebrandt-Rose (46) zuletzt lebend gesehen worden. Ein flüchtiger Bekannter traf sie zufällig in der Innenstadt. Am Vormittag des darauffolgenden Tages war die Prostituierte tot, mit mehreren Stichen in den Hals ermordet. Von ihrem letzten Freier? Die 46jährige empfing als Hure "Britta" Männer in einem kleinen Einzimmer-Apartment in der Richardstraße (Uhlenhorst). Hier wartete sie in roten Strapsen auf Kunden, um die sie in Zeitungsanzeigen und auf einschlägigen Internetseiten warb. Sie war verwitwet, ihre Ehe mit einem zweiten Mann zerbrach.

Die Polizei sucht Personen, die Karin Hildebrandt-Rose am 20. Dezember gesehen haben, außerdem Menschen, die sie in ihrer Wohnung besucht haben oder telefonischen Kontakt mit ihr hatten. Gesucht vor allem: Ein Taxifahrer, der am 20. Dezember zwischen 19 und 20 Uhr vor dem Haus Richardstraße 8 auf Fahrgäste gewartet hat. Er könnte wichtige Hinweise auf mögliche Verdächtige liefern.

Polizeisprecherin Christiane Leven: "Bisher sind bei der Polizei so gut wie keine sachdienlichen Hinweise in diesem Fall eingegangen. Wir überprüfen derzeit alle Kontaktpersonen des Opfers, suchen sie auf, um mit ihnen zu sprechen." Wer Hinweise geben kann, sollte die Kripo unter Tel. 428 65 67 89 anrufen.