Bismarckbad: Neuer Eigentümer

Das Bismarckbad in Altona ist verkauft - und wird voraussichtlich abgerissen. Die Bäderland Hamburg GmbH hat das defizitäre Bad an die Deutsche Grundvermögen (DGAG) veräußert, die bereits das benachbarte Mercado und das "Bahnhof Altona Shopping" betreibt. Zu den konkreten Plänen wollte sich der neue Eigentümer zwar noch nicht äußern, kündigte aber an, eine "Ergänzung zu den erfolgreichen Konzepten der DGAG in Altona/Ottensen entwickeln zu wollen", so Martin Mörl, Geschäftsführer der DGAG Shopping Immobilien GmbH. Dem Abendblatt bestätigte Mörl jedoch, daß Burger King auf jeden Fall eine Fläche erhält. Die Fast-Food-Kette hat bereits jetzt eine Filiale im Bismarckbad und verfügt über einen noch laufenden Mietvertrag.

Über den Kaufpreis wollten sich die Beteiligten nicht äußern. Mit dem Erlös will die Bäderland Hamburg GmbH den Neubau eines Freizeit- und Erlebnisbades an der Holstenstraße mitfinanzieren.

Wie berichtet, war das Bismarckbad am 19. Dezember geschlossen worden, obwohl sich bei einem Bürgerentscheid 78,7 Prozent der Beteiligten für den Erhalt des Bades ausgesprochen hatten.

Heute kommt der Behördenarbeitskreis zu der sogenannten Grobabstimmung über den Bebauungsplan zusammen - eine der Forderungen des Bürgerentscheids. Der Plan sieht unter anderem vor, das Grundstück als Gemeinbedarfsfläche mit der Nutzung "Schwimmbad" auszuweisen. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, daß die Behördenvertreter den Plänen zustimmen werden.