Wie man Elefanten die Zähne putzt

"Ruhig, Mogli, ruhig", beschwichtigt Pfleger Thomas Moderegger die 40 Jahre alte Elefantenkuh. Gemeinsam demonstrieren Pfleger und Tier den Abtransport eines Elefanten, denn das steht heute auf dem Stundenplan. Seit Montag findet im Tierpark Hagenbeck bereits zum dritten Mal eine neuntägige Schulung für Elefantenpfleger statt. Außer "Training und Umgang" findet sich auch "Fuß- und Zahnpflege" auf dem Stundenplan der Schüler.

Während die meisten Elefantenpfleger aus Europa kommen, haben einige der Schüler sogar den weiten Weg von Australien nach Hamburg gemacht.

Unterrichtet werden sie von Tiermedizinern, Forschern und Tierschützern. Kosten: 1800 Euro. Unter den 16 Lektoren ist auch Initiator Stephan Henning-Hagenbeck. "Unser Ziel ist es, den Pflegern ein Stück unserer Philosophie mit auf den Weg zu geben", sagt er. In Hagenbeck hätten die Schüler zudem die Möglichkeit, im direkten Kontakt mit den trainierten Tieren zu arbeiten.

Indes ist die vier Tonnen schwere Leitkuh Mogli ohne Zwischenfälle in den Container bugsiert worden. Aufgabe der Schüler war dabei, unter Voraussetzung, daß Mogli ein aggressiver Elefant sei, einen sicheren Weg von der Box zum Container zu finden. "Bei Mogli muß man da aber keine Angst haben", sagt Pfleger Moderegger, "Sie ist auf so etwas trainiert."